Warum dein Geld nie reicht

Ok, vielleicht hast Du meine 3 Artikel mit den insgesamt 33 Tipps gelesen (hier geht’s zu Teil 1), wie Du deine Einnahmen erhöhen kannst, gelesen. Wahrscheinlich hast Du dann auch gelesen, wie Du das Richtige für dich finden würdest. Gemacht hast Du wahrscheinlich nichts – weil dein Geld ja eh nie reicht. Und genau dieses Phänomen wollen wir uns heute mal ansehen.

Was denkst Du über Geld?

Sind wir ehrlich – genau genommen machst Du dir überhaupt keine großen Gedanken über Geld. Du stellst nur regelmäßig fest, dass es nie reicht. Oder ihr streitet regelmäßig darüber. Vielleicht habt ihr euch auch schon deswegen getrennt.

Genau das ist aber schon die erste Krux. Wenn Du Geld nicht ernst nimmst, ist das meist ein sicheres Zeichen, dass Du keins hast. Also zumindest kein Vermögen, keine Rücklagen, keine passiven Erträge etc. Du lebst von Monat zu Monat, betest heimlich, dass nichts dazwischen kommt und ab dem 25. sehnst Du das Monatsende herbei…

Deine Prägung und Konditionierung

Was Du über Geld denkst und wie Du damit umgehst ist in der Regel keine neue Angewohnheit. Dein Denken, deine Prägung und deine Konditionierung sind in deiner Kindheit und Jugend entstanden. Die meisten von uns haben sie von ihren Eltern übernommen. Den letzten „Feinschliff“ haben dann dein Umfeld, die Schule und die Medien übernommen.

Wie war das Verhältnis deiner Eltern zu Geld? Gab es häufig Streit? War es ein positives oder ein negatives Thema? Hieß es oft „Das können wir uns nicht leisten“? Wie haben deine Eltern über reiche Menschen gedacht und geredet? Hat bei euch selbst das Geld nie gereicht?

Mache mal diese kleine Übung und versuche mal den Umgang mit Geld in deiner Familie zu analysieren.

Du wirst hier wahrscheinlich viele Punkte finden, die sich in deinem Leben wiederholen.

Glaub' nicht alles, was Du denkst.

Deine Glaubenssätze

Der Umgang deiner Eltern mit Geld hat dich tief geprägt. Die Handlungen, und Sprüche sind tief in deinem Unterbewusstsein verwurzelt. Diese Prägung nennt man auch „Glaubenssätze“. Du hast sie tief in dir. Dein Unterbewusstsein macht 90 bis 95% deines Denkens aus. Nur 5 bis 10% deiner Gedanken denkst Du bewusst.

Immer Dienstags nehme ich in meinem Instagram-Profil einen Glaubenssatz auseinander. Schau doch mal rein. Typische Glaubenssätze, wenn dein Geld nie reicht, könnten sein:

Geld macht nicht glücklich.

Geld verdirbt den Charakter.

Alle Reichen sind böse.

Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Es gibt wichtigeres als Geld.

Geld ist die Wurzel allen Übels.

Glück kann man nicht kaufen.

Das ist nur eine kleine Auswahl. Glaubenssätze an sich sind nicht richtig oder falsch. Aber sie sind hinderlich oder förderlich. Und die hier genannten sind eher nicht förderlich, wenn Du entspannt und mit dem nötigen Selbstbewusstsein auf das Thema blicken willst.

Dein Job wäre es also – zumindest wenn dein Geld nie reicht – deine Glaubenssätze aufzudecken und zu verändern. Wie heißt es so schön:

Du kannst nicht negativ denken und Positives erwarten.

(Autor unbekannt)

Dein Geldverhalten

Deine Glaubenssätze und Prägungen sind also die Ursache dafür, dass dein Geld nie reicht. Eine Auswirkung davon, ist dein Geldverhalten. Also so, wie Du mit Geld umgehst. Was es heißt, gut mit Geld umzugehen, kannst du hier nachlesen.

Typische Geldverhaltensfehler in meinen Augen sind:

  • du kennst deine Zahlen nicht (Einnahmen, Ausgaben, Vermögen, Schulden)
  • du gibst Geld aus, das Du nicht hast (Dispo, Null-Prozent-Finanzierung, andere Kredite, Ratenzahlung…)
  • du konsumierst statt zu investieren
  • du tappst in viele Geldfallen (Spontankäufe…)
  • du bist dir deiner wirklichen Risiken nicht bewusst

Das sind nur ein paar Punkte, es gibt noch mehr. In meinem Blog findest du noch jede Menge detailliertere Artikel dazu.

Deine To Do’s

Wenn deine Zukunft anders werden soll als deine Vergangenheit, wirst Du also nicht drumherum kommen, ein paar Dinge in deinem Geldverhalten zu ändern. Frei nach Albert Einstein „Du kannst nicht immer die gleichen Dinge tun und andere Ergebnisse erwarten“.

Solange Du dein Geldverhalten und deine Glaubenssätze nicht änderst, nützt dir auch mehr Geld nichts. Auch wenn es kurzfristig besser würde – langfristig würdest Du wieder genau da landen, wo Du jetzt stehst. Dein finanzielles Thermostat steht sonst nach wie vor auf „Gefrierschrank“.

Als erstes solltest Du dir – wie gesagt – deine Glaubenssätze und Konditionierungen bewusst machen. Und dich dann an die Arbeit machen, sie zu hinterfragen und zu ändern.

Dann solltest du unbedingt deine Zahlen checken. Was kommt rein, was geht raus. Was ist Vermögen, was Schulden.

Wenn dein Geld Monat für Monat nicht reicht, solltest du mal drei Monate lang wirklich detailliert deine Ausgaben erfassen. Mein „Mama-Kosten-Checker“ hilft dir dabei. Ich weiß, es ist nervig, jeden Cent zu erfassen. Aber es ist der einzige Weg, um dein Geldverhalten von Grund auf nachhaltig zu verändern. Und was sind schon 3 Monate im Vergleich zum Rest deines Lebens?

Nur so kannst Du erkennen, wo deine persönlichen Geldfallen liegen. Es kommt nur drauf an, dass Du ehrlich gegenüber dir selbst bist.

Spartipp

Ende der Woche gibt es ja wieder Geld für die meisten. Am besten richtest Du dir gleich noch ein zweites Girokonto oder besser noch ein Tagesgeldkonto ein und überweist ab sofort an jedem Monatsersten 10% deines Gehalts auf dieses neue Konto. Richte einen Dauerauftrag ein. Du kommst auch mit 90% hin, probiere es aus. Für deine Monatsausgaben ist das Geld dann tabu.

Und Du wirst sehen, welch gutes Gefühl es dir gibt, wenn das Geld am Ende des Monats noch da ist.

Die Profi-Variante

Wenn du deine Zahlen genau kennst und analysiert hast, kannst Du auch die „Profi-Variante“, wie sie alle großen Geldtrainer empfehlen, anwenden.

Richte dir ein Mehrkontenmodell ein. Das heißt, dein aktuelles Girokonto bleibt dein Hauptkonto, wo deine Einnahmen reinkommen und deine Alltagsausgaben wie Miete und andere laufende Kosten abgehen. Prüfe sehr genau, wie Du deine laufenden Kosten senken kannst. Meist besteht hier erhebliches Potential.

Dann richtest du dir mehrere Tagesgeldkonten ein:

  • ein Rücklagenkonto, so dass Du mind. 6 Monate überleben könntest, wenn kein Geld mehr reinkommt
  • ein Spar- und Investitionskonto, wo die 10% hingehen
  • ein Spaßkonto (für Shoppen, Ausgehen, Unternehmungen etc.)

Je nach persönlichen Vorlieben und Lebensstil kannst du dir auch noch weitere Konten einrichten, z.B. für Urlaub. Achte darauf, dass es kostenfreie Konten sind (hier findest du einen Vergleich).

Die Profis spenden auch immer einen Teil ihres Geldes.

Erwarte nicht, dass das alles von heute auf morgen funktioniert. Du hast dir dein Geldverhalten über viele Jahre antrainiert. Aber wenn es anders werden soll, wirst Du nicht drum herum kommen, Dinge anders zu machen.

Zusammenfassung

Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist. Ich helfe dir gerne dabei.

Fange mit den einfachen Sachen an:

  • raus aus dem Dispo
  • keine Spontankäufe
  • keine „Kleinigkeiten“ wie Coffee to go, Essen unterwegs…
  • keine „darauf kommt es auch nicht mehr an-Käufe“
  • keine Ratenzahlung
  • Kosten checken und Verträge optimieren

Es gibt immer einen Weg. Man muss ihn nur sehen wollen. Wie bei allem liegt die Kunst auch hier meist nicht im Können, sondern im Wollen. Wenn Du aber ersthaft auf stabile finanzielle Beine kommen willst, dann nutze mein kostenfreies Strategiegespräch. Schreibe mit ne WhatsApp an 0151 20719040 oder suche dir hier deinen Wunschtermin aus.

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