Alle reden immer davon, du sollst „gut mit Geld umgehen“. Ich auch, ich weiß. Aber was heißt das denn überhaupt? Was machen Menschen, die „gut mit Geld umgehen“? Im heutigen Artikel werde ich dir ein paar Gedankenanstöße dazu geben.

Gut mit Geld umgehen

Es gibt keine offizielle Definition von „gut mit Geld umgehen“. Jeder wird darunter etwas anderes verstehen. Aber Studien zeigen immer wieder, dass Menschen, die viel Geld haben, meist einige Dinge anders machen als der Durchschnitt. Ok, du könntest jetzt einwerfen, dass „viel Geld“ gar nicht dein Ziel ist. Mag sein. Aber ein Leben nach deinen Vorstellungen, mit freier Zeiteinteilung, unabhängig von den Gängeleien anderer – wäre doch erstrebenswert, oder?

Geld macht nicht glücklich. Das ist vollkommen klar. Ist aber auch nicht seine Aufgabe. Der Schlüssel zum Glück steckt in deinem Inneren. Aber Geld eröffnet dir Möglichkeiten. Geld gibt dir Energie. Und Geld kann dich immer weiter ein Stückchen frei machen. Mein Ziel ist es z.B., Entscheidungen unabhängig vom Geld treffen zu können. Also alles machen und haben zu können, weil ich es will und nicht weil ich ein bestimmtes Budget habe.

Die Grundregel

An sich selbstverständlich, aber in der Praxis oft missachtet. Menschen, die gut mit Geld umgehen, geben nicht mehr Geld aus als sie haben. Kein Dispo. Kein Ratenkauf. Keine Kreditkartenschulden. Keine überfälligen Rechnungen. Sie haben auch keine Null-Prozent-Finanzierungen, um Konsumgüter zu finanzieren.

Es klingt trivial. Aber bei all diesen Dingen gibst Du Geld aus, was Du nicht hast. Du baust auf einem Modell auf, das weiterhin mindestens genau das rein kommt, was du aktuell hast. Ein wahrscheinlich nicht unerheblicher Teil deines Einkommens geht somit für Schulden drauf. Du bezahlst einen höheren Preis, weil Du keine Strategie hast. Gut, Du denkst jetzt vielleicht „darauf kommt es auch nicht mehr an“.

Aber allein das ist ein Satz, den Menschen, die gut mit Geld umgehen, nicht verwenden. Sie leben nach dem Prinzip „wie im Kleinen so im Großen“. Und wenn es nur 1.000 EUR im Jahr sind, die Du durch solche Dinge sinnlos ausgibst – das sind 5.000 EUR in 5 Jahren. 5.000 EUR zu 8% über 5 Jahre angelegt sind 2.346 EUR entgangener Gewinn. Insgesamt also über 7.300 EUR. Und damit könnte man schon was anfangen, oder?

Aufgabe: Überlege mal, wo Du überall Geld ausgibst, was Du eigentlich nicht hast.An sich ist nicht weder gut noch böse. ERst unser Denken macht es dazu.

Betrachte Geld positiv

Menschen, die gut mit Geld umgehen, betrachten Geld als etwas Positives. Etwas, das Ihnen Energie gibt. Sie in die Lage bringt, überhaupt erstmal eine Wahl zu haben. Wenn Du Geld innerlich ablehnst, weil Du negative Glaubenssätze über Geld hast („Geld macht immer nur Ärger“, „alle Reichen sind Verbrecher“, „das letzte Hemd hat keine Taschen“), ist es kein Wunder, dass es dir förmlich zwischen den Fingern zerrinnt. Du kannst nicht negativ denken und positives erwarten. Das funktioniert nie, nicht nur bei Geld.

Dass Du diese Glaubenssätze hast, ist per se erstmal nicht schlimm. Du hast sie von deinen Eltern, deinen Lehrern, deinem Umfeld bekommen. Man muss sich dessen nur bewusst sein. Und vor allem muss man sich ändern wollen.

Geld an sich ist weder gut noch böse. Erst dein Denken macht es dazu.

Investieren statt konsumieren

In meinem Instagram-Profil habe ich neulich „Investition“ im „Wissen am Mittwoch“ vorgestellt. Beim Investieren geht es darum, einen Faktor X einzusetzen, um dadurch mehr zu erhalten. Beim Konsumieren tauschst Du Geld oder Zeit gegen ein anderes Gut. Dabei geht es nicht nur um den Unterschied zwischen Preis und Wert, sondern beim konsumieren erzielst du auch keinen Ertrag. Das eingesetzte Geld oder die eingesetzte Zeit ist weg. Fernsehen ist übrigens auch „konsumieren“. Seminare und Workshops sind Investitionen, denn damit bist du zukünftig in der Lage, einen (höheren) Ertrag zu erzielen. Manchmal lässt sich die Grenze nicht ganz scharf ziehen und manche „Handlungen“ können bei dem einen Investition und bei dem anderen Konsum sein, aber ich hoffe, das Grundprinzip ist klar.

Ich sage nicht, dass Du überhaupt nicht konsumieren sollst. Das macht ja auch ein Stück weit Lebensqualität aus. Aber es geht um all die unnötigen Ausgaben. Um die Spontankäufe, die dann im Kleiderschrank versauern. Die Technik-Gadgets, die ein- oder zweimal benutzt werden. Die Extra-Funktionen, die den Kaufpreis verdoppeln und nie benutzt werden. All die Teile, die man kauft, weil der Nachbar oder die Kollegin sie auch hat. Oder weil einem jemand einredet, das wäre ein „Must have“. Der Coffee-to-Go für 4 EUR, die Faulheits-Pizza für 10 EUR, das x. Teilchen vom Bäcker. Und so weiter, und so fort.

Niemals unterschreiben, was man nicht versteht

Ganz viele Menschen verlieren Geld, weil sie Dinge unterschreiben bzw. eingehen, die sie nicht verstehen. Ja, sie lassen sich bequatschen. Menschen, die gut mit Geld umgehen, gehen niemals Kostenfreies Erstgespräch Yvonne SchraderDinge ein, die sie nicht verstehen. Du kannst immer folgenden kleinen Test machen:

Kannst du alles, was gesagt wurde, mit eigenen Worten wiedergeben?

Falls nicht, frage weiter nach. Recherchiere selbst. Lass dich nicht unter Druck setzen. Fast alle Entscheidungen unter Druck gehen nach meiner Erfahrung schief. Und wenn dir eingeredet wird, dass die Chance einmalig ist und niiiiiiieeeee wieder kommt – dann lass sie ziehen. Es kommen neue Chancen.

Was Du allerdings tun solltest, ist deine finanzielle Kompetenz zu stärken, um wahre Chancen besser erkennen zu können. Entwickle finanzielles Selbstbewusstsein. Nicht alles ist per se schlecht, nur weil jemand, der keine Ahnung hat, ne Meinung dazu hat. Trau dich, Dinge zu hinterfragen. Jemand, der es ehrlich und gut mit dir meint, wird dir immer Rede und Antwort stehen und alle Details ehrlich und fair offen legen.

Aber: lehne bitte auch nicht alles von vornherein ab. Viele Finanzthemen sind sehr spannend und bieten tatsächlich mehr Chancen als Risiken, wenn man sich damit beschäftigt. Schau doch mal in meine Buchtipps, dort findest du einiges, wie Du einsteigen könntest.

Seine Zahlen kennen

Menschen, die gut mit Geld umgehen, kennen Ihre Zahlen. Nicht ungefähr, sondern ziemlich genau. Sie wissen, welche Konten sie wo haben. Welche Laufzeiten Verträge haben. Was wann rein kommt und was wann raus geht. Geld ist für sie kein Glücksspiel, sondern Planung und Strategie.

Stell dir doch mal vor, dein Chef sagt „ok, ich überweis‘ dir nächsten Monat ungefähr dein Gehalt“ und du stellst dann fest, dass 300 EUR fehlen.

Ganz viel finanzielles Unglück geschieht, weil Menschen, insbesondere Mütter, ihre Zahlen nicht kennen. Trau dich. Frage deinen Mann nach seinem Einkommen. Geht die Konten zusammen durch. Checkt eure Zahlen. Ihr geht zusammen ins Bett, da solltet ihr doch über so was neutrales wie Geld reden können, oder? Lies auch mal diesen Artikel dazu.

Spare am Monatsanfang

Menschen, die gut mit Geld umgehen, sparen am Monatsanfang. Der Durchschnitt versucht meist zu sparen, was am Monatsende übrig bleibt. Komischerweise bleibt nur meistens nichts übrig. Fang mit 10% deines Nettoeinkommens an. Überweise es dir per Dauerauftrag auf ein separates Konto. Damit ist es weg. Du kannst es nicht mehr ausgeben. Und du wirst sehen, Du kommst mit 90% genauso hin. Wenn Du von heute auf morgen arbeitslos wirst, musst Du mit 60% hinkommen. Und es wird gehen.

Es ist keine Frage von Können. Nur eine Frage von Wollen.

Probiere es einfach aus. Wenn es bei dir partout nicht funktionieren sollte, kannst Du doch jederzeit abbrechen. Wenn du dich aber erstmal dran gewöhnt hast, wird es dir sehr leicht fallen. Wenn dir grad noch nicht einfällt, wo Du das Geld hernehmen sollst, dann lies nochmal von oben…

Bilde Rücklagen

Menschen, die gut mit Geld umgehen, haben immer ausreichend hohe Rücklagen. Sie positionieren sich so, dass sie immer mindestens 6 Monate überleben könnten, auch wenn kein Geld mehr rein kommt. Außerdem haben sie ein Rücklagenkonto für Unvorhergesehenes.

Je besser Du mit Geld umgehen kannst, desto geringer müssen deine Rücklagen übrigens sein.

Wenn Du ausreichende Rücklagen hast, bist du viel freier in deinen Handlungen und deinem Denken. Du weißt, dass dich so schnell nichts umhauen kann. Du stehst auf stabilen finanziellen Beinen. Rücklagen sind übrigens nur Gelder, die du im Notfall schnell liquidieren kannst. Konsumgüter, Altersvorsorgeverträge, private Wohn-Immobilien etc. gehören nicht dazu.

Schnell liquidieren heißt, du kannst ohne großen Aufwand innerhalb weniger Tage darauf zurück greifen.

Ein Dispo bzw. eine freie Dispo-Linie ist übrigens auch keine Rücklage. Ein Dispo ist immer ein Kredit und damit Schulden. Eine Dispo-Linie kann dir von heute auf morgen gestrichen werden. Und ganz oft ist die Ausnutzung des Dispos der sichere Weg in die Schuldenfalle.

Ist „gut mit Geld umgehen“ schwierig?

Nein, ist es nicht. Erstens ist immer nur schwierig, was Du für schwierig hälst. Es ist nicht schwer. Du musst nur bereit sein, Dinge anders als bisher zu machen. Du solltest die Grundregeln lernen. Und vor allem solltest Du dich davon frei machen, was dir dein Umfeld und die Medien den ganzen Tag einreden. Gehe einfach davon aus, dass dein Umfeld selbst nicht gut mit Geld umgeht und deswegen nur bedingt als Lehrer taugt.

Mit Geld umgehen kann man genau lernen wie alles andere. Ich helfe dir gerne dabei. Du brauchst nicht viel Geld um zu starten. Aber du musst starten, um mehr Geld zu bekommen.

Stell dir nicht vor, was alles wegfällt und wie steinig der Weg wäre. Denk einfach mal dran, wie gut es dir gehen könnte, wenn es klappt. Die meisten Frauen, und vor allem Mütter, bleiben deswegen hinter ihrem Potential zurück, weil sie der Meinung sind, Geld nicht ernst nehmen zu müssen. Schau doch mal, was „mehr Rock ’n‘ auf deinem Konto“ für dich heißen könnte…

Rosenkriege entstehen, weil Mütter sich nicht um die Finanzthemen gekümmert haben. Sich gutmütig in Abhängigkeiten begeben haben, die ihnen dann zum Verhängnis werden.

Ich lade dich gerne ein zum kostenfreien Erstgespräch.
Gut mit Geld umgehen ist nicht schwierig. Mache es nicht irgendwann. Immer, wenn „irgendwann“ ist, kommt was dazwischen…

Lade dir gerne auch meinen Insiderreport „Deine 5 größten finanziellen Risiken als Mutter“ herunter.

 

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Ein Gedanke zu “Was heißt denn „gut mit Geld umgehen“ überhaupt?”

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