33 Tipps, um als Mutter deine Einnahmen zu erhöhen

In den letzten beiden Blogartikeln ging es ja darum, was „gut mit Geld umgehen“ eigentlich heißt (hier kannst du nochmal nachlesen) und ob man „gut mit Geld umgehen“ lernen kann (hier findest Du die Antwort und die Tipps).

Und ein Punkt dabei war ja, dass Du deine Zahlen kennen solltest. Wenn dir das, was unter ‚m Strich steht, nicht gefällt, hast Du nur zwei Möglichkeiten: Du kannst deine Ausgaben senken. Oder Du kannst deine Einnahmen erhöhen. In den nächsten 3 Blogartikeln stelle ich dir insgesamt 33 Möglichkeiten vor, wie Du – insbesondere als Mutter – deine Einnahmen erhöhen kannst. Heute beginnen wir mit 11 Tipps, die Du quasi aus deiner eigenen Sphäre – ohne etwas zusätzliches zu beginnen – umsetzen kannst.

Nächste Woche stelle ich dir dann 11 Möglichkeiten aus dem Bereich „Dienstleistung“ vor. Und danach die Woche geht es dann um Onlineverdienstmöglichkeiten.

Ein paar Worte vorab

Alle Möglichkeiten, die ich dir vorstelle, sind mit einem gewissen Aufwand verbunden. Bei manchen musst Du Geld investieren, bei manchen musst Du einfach nur deinen Popo hochkriegen, aber quasi allen musst Du Zeit investieren und vor allem musst Du -wahrscheinlich – an deiner Einstellung (also deinem Mindset) arbeiten. Ich stelle dir nichts vor, wie Du über Nacht reich wirst. Das funktioniert in der Regel eh nicht dauerhaft und ganz seriös ist es meist auch nicht.

Wenn du dich also den Gedanken, deine Einnahmen zu erhöhen, in dir trägst, stelle dir doch mal folgende Fragen vorab:

  • Warum will ich wirklich meine Einnahmen erhöhen? Nur Geld wird als Motivation nicht ausreichen. Setze dir Ziele. Gerne auch Etappenziel. Frage nach dem großen Ganzen. Das ist wichtig, damit Du auch in schwierigeren Zeiten mal durchhälst.
  • Um wie viel würde ich meine Einnahmen im Monat gerne erhöhen?
  • Geht es um eine einmalige Einnahme oder soll sie dauerhaft sein?
  • Wie viel Zeit bin ich bereit zu investieren?
  • Was mache ich wirklich gerne und würde es auch an schlechten Tagen durchhalten?

11 Möglichkeiten, wie Du deine Einnahmen erhöhen kannst – mit dem, was Du hast

Im ersten Teil der dreiteiligen Serie stelle ich dir 11 Möglichkeiten vor, um wie Du deine Einnahmen erhöhen kannst, mit dem, was Du hast oder bist.

Gehaltserhöhung

Diese Möglichkeit liegt auf der Hand, wird aber gerne übersehen. Allerdings gehen viele Menschen vollkommen falsch ran. Du kannst nicht einfach zu deinem Chef hingehen und sagen „ich brauche mehr Geld, weil…

… das Kind so teuer ist

… die Wohnung so teuer ist

… das Auto kaputt gegangen ist

… Du so lange nicht im Urlaub warst

… du alleinerziehend bist

und so weiter, und so fort.

Ganz ehrlich? Das interessiert deinen Chef nicht. Mache doch deine Probleme nicht zu seinen.

Eine Gehaltserhöhung muss Du dir verdienen. Und das kommt von „dienen“. Wenn Du nur genau das machst, was in deinem Arbeitsvertrag steht, kannst Du auch nur genau das erwarten, was in deinem Arbeitsvertrag steht. Das ist nicht unfair oder sonst irgendwas, sondern das hast Du so verhandelt. Wenn Du mehr willst, musst Du mehr leisten. Vorher. Mache Fortbildungen. Engagiere dich. Biete Nutzen. Schau über den Tellerrand. Am besten führst Du mind. 90 Tage lang ein Erfolgstagebuch, damit Du in der Gehaltsverhandlung was vorweisen kannst.

Selbst wenn nicht mehr Geld drin sein sollte, kannst Du mit deinem Chef vielleicht über eine Optimierung deiner Gehaltszahlung reden (z.B. steuerfreie Vorteile). Das kostet deinen Chef nicht mehr, Du kannst mitunter aber trotzdem deine Einnahmen erhöhen.

Arbeitszeit erhöhen

Hier kommt es auf deine individuelle Situation an. Du solltest aber schon prüfen, inwieweit Du deine Arbeitszeit erhöhen könntest. Denn die Rechnung ist einfach – mehr Zeit, mehr Geld. Gegebenenfalls könntest Du auch Überstunden machen – sofern sie bezahlt werden. Prüfe diesen Punkt aber bitte sorgfältig, denn gerade, wenn Du noch in Elternzeit bist, kann die Arbeitszeiterhöhung auch nach hinten los gehen.

Job wechseln

Wenn 1. und 2. in deinem aktuellen Job nicht funktionieren, kannst Du auch immer prüfen, ob nicht ein anderer Job mehr Einkommen bringen würde. Wäge aber bitte immer ab, ob es wirklich so ist. Denn wenn Du für den neuen Job 50km pro Tour fahren müsstest und aktuell vielleicht nicht, musst Du schon genau prüfen, ob nach Abzug der Sprit- und KfZ-Kosten und dem zusätzlichen Zeitaufwand tatsächlich mehr netto übrig bleibt.

Nebenjob bzw. 450-EUR-Job annehmen

Wenn Du angestellt bist, brauchst Du die Genehmigung deines Chefs, aber wenn Du die hast, kannst Du dir zusätzlich einen Nebenjob suchen. Das könnte z.B. Sinn machen, wenn Du die Arbeitszeit in deinem aktuellen Job nicht erhöhen kannst. Der Vorteil beim 450-EUR-Job ist, dass Du brutto für netto hast, das Geld also ohne Abzüge ausgezahlt bekommst. Wenn Du das komplette Geld daraus sparen würdest, sind das allein 5.400 EUR im Jahr. Legst Du es noch für z.B. 8% an, sind das 234 EUR zusätzlich im 1. Jahr an Zinsen. Hälst Du das über 5 Jahre durch, hast Du nach den 5 Jahren über 33.000 EUR zusätzlich… Und bei 12 EUR Stundenlohn sind das 37,5 Stunden im Monat, also nicht mal 9 1/2 Stunden in der Woche…

Mache deine Steuererklärung

Studien besagen, dass Menschen, die freiwillig eine Steuererklärung abgeben, im Durchschnitt über 900 EUR zurück bekommen. Bei der Steuererklärung gibst Du deine Einnahmen an und kannst verschiedene Ausgaben dagegen setzen (z.b. Fahrtkosten zur Arbeit, Kinderbetreuungskosten, Fortbildungskosten und vieles mehr). Das Thema ist für einen Angestellten nicht so kompliziert, wie es dir scheint, wenn Du dich noch nie damit beschäftigt hast. Viele Privatanwender nutzen eine günstige Software wie diese hier*, die dich auch als Laien Schritt für Schritt durch die Formulare führt. Für eine Erstattung von 900 EUR oder auch mehr lohnt es sich doch mal, zwei oder drei Stunden zu investieren, oder? Unter manchen Umständen bist Du verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Dann hast Du für die Steuererklärung 2017 grundsätzlich nur noch bis 31.7. 2018 Zeit.

Gibst Du die Steuererklärung freiwillig ab, kannst Du das auch vier Jahre rückwirkend machen, dieses Jahr also für die Jahre 2014 bis 2017. Dann gilt der 31.12. als Stichtag. Mehr Details dazu findest Du in diesem Artikel.

Beantrage öffentliche Gelder

Hierzu schreibe ich mal noch einen separaten Artikel. Aber grundsätzlich ist es so, dass es eine gewisse Anzahl staatlicher Hilfen gibt, die Du in Anspruch nehmen solltest, wenn Du die Voraussetzungen erfüllst. In meinen Augen sollte das kein Lebensmodell sein, aber wenn es eben mal notwendig ist, dann spring über deinen Schatten und fülle die Anträge aus. Um nur mal ein paar zu nennen:

Wohngeld – beantragst Du in der Regel bei der Gemeinde

Kinderzuschlag – 170 EUR für Familien mit kleinem Einkommen

Bildung & Teilhabe –  wenn Wohngeld oder Kinderzuschlag gezahlt werden, geht i.d.R. auch „BuT“ = Leistungen für Mittagsverpflegung, Klassenfahrten, Schulbedarf, Nachhilfe…

Unterhaltsvorschuss – für Alleinerziehende, wenn der ehemalige Partner keinen Unterhalt zahlt

Wenn Du dir nicht sicher bist – stelle den Antrag. Im schlimmsten Fall wird er abgelehnt, aber dann hast du es wenigstens versucht.

Investiere dein Geld besser

Nimm dir bitte ein Blatt Papier und einen Stift und mache dir mal eine Übersicht über alle deine Geldanlagen. Auch sämliche Vorsorge-Verträge, Guthaben auf Konten und Sparbüchern, Bausparverträge – einfach alles. Und dann ermittele mal die Erträge pro Jahr (netto, nach Abzug der Kosten) sowie die Rendite. So lange deine Rendite unter der Inflation liegt (aktuell 2,1% im Juni 2018) verlierst Du faktisch Geld. Das kann man für einen gewissen Teil hinnehmen (z.B. 6-Monats-Rücklage), weil höhere Ziele darüber stehen. Bei allen andere Anlagen sollte dies aber nicht der Fall sein. Auch solche Versprechen wie „sie kriegen auf jeden Fall das Geld raus, was sie eingezahlt haben“ solltest Du sehr kritisch prüfen, denn je nach Zeitspanne machst Du damit enorme Verluste.

Gerade auch Sparbücher sind wahre Geldvernichter. Vorsorge-Verträge kannst Du übrigens häufig beitragsfrei stellen, wenn Du negative Entwicklungen festgestellt hast. Das rettet zwar nicht unbedingt das Geld, was Du schon eingezahlt hast, aber wenigstens wirfst du kein neues mehr hinterher…

Wenn Du dich zu dem Thema beraten lässt, achte bitte auf wirkliche Unabhängigkeit. Viele „Berater“ sind tatsächlich nämlich Verkäufer und werden provisionsabhängig bezahlt. Triff bitte für dich eine fundierte Entscheidung, welche Anlage wirklich die beste für dich ist und hole dir auf jeden Fall eine zweite Meinung ein. Lass dich bitte auch nicht unter Druck setzen.

Verkaufe unnütze oder unbenutzte Dinge

Wenn Du mal deine Schränke, deinen Keller, deine Garage – also alles, wo Du „Lager“ eingerichtet hast – untersuchst, wirst Du wahrscheinlich feststellen, dass es dort jede Menge gibt, was Du verkaufen könntest. Als Faustregel sagt man – was 1 Jahr nicht benutzt wurde, kann weg. Nimm dir aber nicht zu viel mit einmal vor. Das geht erfahrungsgemäß meist schief. Lieber regelmäßig als zu viel auf einmal.

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, Dinge bei ebay Kleinanzeigen oder in Verkaufsgruppen von Facebook zu verkaufen. Klamotten kannst Du bei kleiderkreisel.de, Babysachen bei mamikreisel.de verkaufen. Gerade bei Kindersachen bieten sich auch regionale Babysachen-Flohmärkte an. Meist kriegst du aber für Gebrauchtes nicht sonderlich viel. Das ist eben Kategorie „Kleinvieh macht auch Mist“. Und es befreit ja auch ein Stück weit.

Ich versuche auch immer Aufwand Ertrag in Grenzen zu halten. T-Shirts verkaufe ich z.B. in größeren Packs. Wenn der Kunde die Versandkosten übernimmt, versende ich auch. Wenn Du versendest, achte darauf, dass Du zuerst das Geld bekommst, bevor Du versendest.

Verleihe Gegenstände

Wenn Du hochwertigere Geräte hast, die Du selten benutzt, kannst Du die Dinge auch verleihen. Dazu kannst Du Portale wie mietmeile.de benutzen. Wenn man großzügig denkt, könnte man natürlich sogar Spielzeug oder Babysachen, die man selten benutzt verleihen. Wenn Du hier kreativ bist, fällt dir bestimmt eine Menge ein. Man muss halt vorher genau die Mietbedingungen und vor allem die Haftung für Schäden festlegen. Im größeren Stil gibt es ja hier schon Onlineportale, aber warum nicht mal auf kleinerer regionaler Ebene organisieren?

Eröffne einen Handel

Wenn Du Lagerkapazitäten frei hast, kannst du Dir natürlich auch einen Handel aufbauen. Manchmal funktioniert es schon mit einem Produkt. Du brauchst eine spezifische Zielgruppe und natürlich entsprechende Kapazitäten. Manchmal kannst Du ein Produkt in anderen Packungsgrößen anbieten. Oder ein gleichwertiges Produkt billiger. Oder ein Produktset. Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Die Kunst liegt hier eben im Einkauf bzw. in deiner Handelsspanne. Das Thema ist natürlich viel umfassender, aber es geht ja hier nur erstmal drum, dass Du eine Idee bekommst.

Blut- und Plasma-Spende

Last but not least – wenn Du gesund bist und die körperlichen Voraussetzungen erfüllst, kannst Du auch Blut- oder Plasma spenden. Gemäß dieser Quelle erhälst Du für Blutspenden häufig zwischen 15 und 25 EUR, für Plasma- und Thrombozytenspenden zwischen 25 und 40 EUR. Mein Ding ist es nicht, mir geht es danach total schlecht (aber ich schaff auch gerade so die Mindestanforderungen an Größe und Gewicht), aber probiere es doch mal aus…

Zusammenfassung – Einnahmen erhöhen – Teil 1

Das waren die ersten 11 von 33 Tipps, um als Mutter deine Einnahmen zu erhöhen. Vieles davon kannst Du ja auch kombinieren. Beziehungsweise sollte Du diese Tipps auf jeden Fall einer Prüfung unterziehen. Ich mache natürlich keinerlei Rechts- oder Steuerberatung und im Detail sind die Tipps häufig vielschichtiger. Aber ich denke, dass Sie trotzdem geeignet sind, dir eine Idee zu geben. Beachte bitte noch, dass es immer auf den Umfang deiner Tätigkeiten ankommt. Der gelegentliche Verkauf privater Gegenstände ist in der Regel problemlos möglich. Verkaufst Du regelmäßig und „in einem Umfang, der einen Geschäftsbetrieb erfordern würde“ kommst Du gegebenenfalls in Nachweiszwang gegenüber dem Finanzamt. Der regelmäßige Verleih von Gegenständen oder auch der Aufbau eines Handels wird in der Regel eine Gewerbeanmeldung erfordern (was aber auch kein Problem ist).

Nächste Woche geht es dann darum, wie Du deine Einnahmen erhöhen kannst, indem Du Dienstleistungen anbietest.

Wenn Du Fragen zu den einzelnen Punkten hast, schreibe mir gerne eine E-Mail an kontakt@yvonnschrader.com oder eine WhatsApp an 0151 20719040.

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4 Gedanken zu “33 Wege, um deine Einnahmen zu erhöhen -Teil 1”

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