Ich kann nicht wohnt in der ich will nicht Straße.

Es ist unfassbar, aber das neue Jahr ist schon wieder fast einen halben Monat alt. Die Zeit rast und die Frage ist, ob deine Vorsätze, die du Silvester gefasst hast, noch leben. Ich fürchte, die meisten sind schon gestorben. Aber glaube mir, es ist nie zu spät, sie wieder aufzuwecken. Aber vielleicht schauen wir erstmal, warum gute Vorsätze meist so eine kurze Halbwertszeit haben.

Warum deine Vorsätze meist schnell sterben

Tja, was sind typische Neujahrsvorsätze? „Ich will abnehmen“, „ich will endlich sparen“, „weniger Stress“, „mehr Zeit“ und so weiter. Die meisten dieser Vorsätze sind bis spätestens 10. Januar gestorben.

Warum das so ist? Ganz einfach aus zwei Gründen.

1. Sie sind nicht präzise.
2. Du verbindest dich emotional nicht damit.

Lass es uns ein wenig näher betrachten.

Sie sind nicht präzise

Zu 1.: Die meisten gehen her und sagen, ich will 2018 abnehmen, mehr Geld, weniger Stress, mehr Zeit und so weiter Aber all das sind keine Ziele. Es ist viel zu ungenau. Du rufst ja auch nicht beim Versandhaus an und sagst ’schicken Sie mir mal was Schönes‘. Du musst schon genau sagen, was Du haben willst. Genauso ist es auch mit deinen Zielen und Wünschen. ‚Abnehmen‘ ist kein Ziel. ‚Ich nehme 2018 10kg in den ersten 6 Monaten ab‘ ist eines. ‚Mehr Geld‘ ist kein Ziel. ‚Ich möchte spätestens ab März 2018 500 EUR mehr im Monat zur Verfügung haben‘ ist eines. Dann kannst du nämlich hergehen und konkrete Schritte ausarbeiten, wie Du das schaffst. ‚Weniger Stress‘ ist auch kein Ziel. Aber ‚Ich nehme mir ab 1.1.2018 jeden Tag bewusst eine halbe Stunde Auszeit für mich‘ ist ein Ziel.

Je präziser, umso besser. Und vergiss den zeitlichen Horizont nicht.Wenn Du dir keinen zeitlichen Horizont steckst, kommst Du immer in die Verlegenheit zu sagen „keine Zeit“. Dazu habe ich übrigens einen schönen Instagram-Post, denn „keine Zeit ist keine Tatsache. Es ist deine Entscheidung“. Check hier mein Instagram-Profil und folge mir gerne.

Dein Gehirn kann mit unpräzisen Angaben schlicht und einfach nichts anfangen. Das betrifft übrigens nicht nur die Vorsätze, sondern auch alle anderen Bereiche. Und vergiss nicht, dass dein Gehirn ein Gewohnheitstier ist. Es braucht 30 bis 60 Tage, um neue Routinen zu verinnerlichen. Glaube mir, das sind 30 bis 60 harte Tage, aber es lohnt sich.

Noch ein kleiner Tipp: kontrolliere von Beginn an deine Aktivitäten, die Du unternimmst, um dein Ziel zu erreichen.

Wenn du nämlich nicht ins Tun kommst, könnte es an 2. liegen.

Du verbindest dich emotional nicht mit deinem Ziel

Du verfolgst entweder ein Ziel, was nicht dein eigenes ist (willst du vielleicht nur halbherzig abnehmen, weil du in einer Zeitschrift was dazu gelesen hast) oder du hast dich emotional nicht mit deinem Ziel verbunden. Manchmal erzählen wir Silvester Dinge, von denen wir glauben, dass sie „irgendwie richtig sind“. Du hast z.B. mal gehört, dass es gut wäre zu sparen. Nach deinen Vorsätzen für 2018 gefragt, fällt dir das dann auch gleich ein. Es berührt dich aber emotional nicht. Und wenn Du ehrlich bist, weißt Du eigentlich auch nicht, warum. Wäre halt irgendwie gut, hast Du gelesen. Ja, isses auch. Aber wenn Du keinen Bezug dazu hast und kein starkes „Warum“ hälst Du nicht durch.

Ein paar Beispiele

Abnehmen

Dein Unterbewusstsein versteht keine Worte, nur Bilder und Gefühle. Ob Du deine Ziele aber erreichst, hängt ganz wesentlich daran, dass sie in dein Unterbewusstsein vordringen. Wenn du also 10 Kilo abnehmen willst, versetzt dich emotional in die Situation, als hättest du es schon erreicht. Wie würdest du dich fühlen? Welche Kleidung würdest du tragen? Welche Komplimente würdest du bekommen usw. Such dir Bilder, die dein Ergebnis zeigen. Und dann packe deinen Kopf drauf. Bau dir daraus eine Kollage und sieh sie dir jeden Tag an.

Urlaub und Auto

Oder wenn Du jeden Monat 500 EUR sparen willst – überlege dir, was dir das bringt. Was Du mit dem Geld alles machen könntest, wenn es eine zeitlang für dich arbeitet. Würdest Du in den Urlaub fahren? Dann suche dir ein richtig geiles Reiseziel raus und mit einem Top-Hotel. Irgendwas, was du schon immer mal machen wolltest (also falls Reisen zu deinen Träumen gehört so wie bei mir). Wenn Du lieber ein geiles Auto hättest, dann mache eine Probefahrt damit. Nirgendwo steht geschrieben, dass Muttis nur Fiestas, Corsas und i10 fahren dürfen. Mein Traumauto ist zum Beispiel ein Mercedes Sportcoupé, so wie mein letzter, mein CLC Kompressor. Leider wird er nicht mehr gebaut… Zieh deine besten Klamotten an, inklusive tollem Make Up und hohen Pumps und geh zum Autohaus. Vereinbare eine Probefahrt. Lass das Kind bei Oma, Opa oder Vater. Und dann genieße es. Rieche das neue Leder. Fahre auf die Autobahn. Lass dich auf ihn ein. Und daheim schneidest du dann das Prospekt auseinander, baust dir auch daraus eine Zielkollage und hängst sie gut sichtbar auf, z.B. an der Eingangstür oder am Kühlschrank.

Haus

Wenn Du ein schickes eigenes Haus anstrebst, gehe in eine Musterhaus-Ausstellung. Oder auf Baumessen. Sprich mit Leute, die gerade bauen oder gebaut haben. Suche dir Bilder von deinem Traumhaus. Richte es dir innerlich ein. Mache es dabei möglichst präzise. Stelle dir immer wieder vor, wie es wäre, in deinem Traumhaus zu leben.

So verbindest du dich innerlich mit deinem Ziel und hälst viel leichter durch… Und dann weißt du auch, warum du jetzt die 500 EUR pro Monat beiseite legst…

Dein Freund und Helfer – dein Unterbewusstsein

Wie gesagt, mit Worten kann dein Unterbewusstsein nichts anfangen. Es braucht Bilder, um arbeiten zu können. Nur, wenn Du deine Vorsätze in Bilder „übersetzt“, kann dein Unterbewusstsein damit arbeiten. Dein Unterbewusstsein macht aber 95% deines Lebens aus. Du entscheidest tatsächlich nur 5% der Dinge bewusst. Du kennst sicherlich das Bild vom Eisberg hierzu. Es ist auch gut, dass die Natur das so geregelt hat, sonst wären wir ja völlig überfordert, allein die ganzen lebenserhaltenden Funktionen zu steuern. Aber unser Denken bestimmt eben auch, wie wir Leben und ob wir unsere Ziele – also unsere Vorsätze – erreichen.

Wenn also deine erste Ladung Vorsätze für 2018 gestorben ist, weil sie beiden Punkten oben unterlag, ist das nicht weiter schlimm. Du kannst heute nochmal neu beginnen. Verstecke dich nicht hinter „ich kann nicht“. Wie du in meinem Beitragsbild siehst, wohnt „ich kann nicht“ in der „ich will nicht“ Straße. Du kannst einen einfachen Test machen, ob du dich selbst belügst. Stelle dir einfach vor, es ginge um Leben und Tod. Wenn du dann auch sagen würdest „ich kann nicht“, dann kannst du wahrscheinlich wirklich nicht. Alles andere fällt unter „ich will nicht“…

Noch ein wichtiger Punkt dazu: Wenn du neue Vorsätze machst, überlege dir genau, was du anstrebst. Mache es für dich, nicht für andere. Es ist nicht wichtig, was irgendjemand über deinen Vorsatz denkt. Deinem Herz muss es gut dabei gehen. Trau dich zu träumen.

Vielleicht kommen dir die Maßnahmen auch ein wenig suspekt vor, weil Du bislang nicht so vorgegangen bist. Aber bisher hast du wahrscheinlich auch die meisten deiner Vorsätze nicht durchgehalten. Schon allein deshalb könnte es sich lohnen, mal einen neuen Weg auszuprobieren…

Wenn Du Hilfe dabei brauchst, herauszufinden, was Du wirklich willst, dann schaue doch mal hier.

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