Geld allein macht nicht unglücklich

„Geld allein macht nicht unglücklich“ ist ein Zitat von Peter Falk (Schauspieler und Filmproduzent, bekannt durch seine Rolle als Columbo). Ich hatte ja schon einmal die Frage aufgegriffen, nur in der anderen Version (Macht Geld glücklich?). Heute wollen wir mal schauen, ob Geld als Sündenbock nicht nur das Ergebnis viel tiefer liegender Ursachen ist.

Was ist Geld eigentlich?

Grundsätzlich gibt es Bargeld (also das, was du im Portemonnaie hast, Scheine und Münzen) sowie Buchgeld (die Recheneinheiten auf deinem Konto). Bargeld lässt sich zu Buchgeld machen und umgedreht genauso. Ursprünglich wurde Geld erfunden, um das Leben zu vereinfachen. Weit vor unserer Zeit herrschte der Tauschhandel, doch je weiter sich die Menschen entwickelten, umso mühsamer wurde es, geeignete Tauschpartner zu finden und man musste oft mehrere Schritte vollführen, bis man das eigentliche Objekt der Begierde hatte. Deswegen erfanden die Menschen das Geld, also Einheiten, die von allen gleichermaßen als Tauschmittel akzeptiert wurden. Zunächst waren das Muscheln, später auch Korn und noch später Gold und andere Metalle. Der Handel war jetzt also deutlich einfacher und das Geld ließ sich transportieren. Über mehrere Schritte über viele hundert Jahre entwickelte sich dann das Buchgeld. Hier findest du den ausführlichen Artikel dazu. Für das Verstädnis zu Geld ist es wichtig, dies zu verstehen.

Wenn du dich mit Geld beschäftigst, wirst du auch immer wieder über das Stichwort „Geldfunktionen“ stolpern.

Geldfunktionen

Grundsätzlich ist alles Geld, was die Geldfunktionen erfüllt. Ja, so habe ich es während meines Studiums gelernt;-)

Die Geldfunktionen sind Recheneinheit, Tausch- bzw. Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Wertmaßstab. Es macht das Leben einfacher und vergleichbarer. Du kannst damit Dinge bezahlen und wirst selbst für Leistungen bezahlt. Und du kannst damit Dinge von unterschiedlichen Wert vergleichen, also quasi auf einen Nenner bringen. Die hier genannten Geldfunktionen sind abschließend, weitere gibt es also nicht.

Geld lebt einzig und allein von dem Vertrauen, das in es gesetzt wird. Du akzeptierst das Geld ja eben nur, weil du darauf vertrauen kannst, dass es z.B. als Zahlungsmittel akzeptiert wird oder du dafür im Gegenzug einen bestimmten Wert erhälst.

Wie du jetzt schon siehst, ist „glücklich machen“ keine Geldfunktion. Wenn du also wegen Geld unglücklich bist, muss es demnach weitere Ursachen geben.

Geld als Energie

Ein Bild, was mir persönlich gut gefällt, ist das Bild von Geld als Energie. Ich selbst habe das Bild von „Basisimpuls“. Geld ist Leistungsenergie für das, was Du leistest. Wenn Du also zu wenig Geld hast, leistest Du entweder zu wenig oder deine Leistung wird zu wenig wertgeschätzt. Bevor jetzt gleich innerlich jubelst und „genau, 2. “ schreist, lies noch ein Stückchen weiter;-)

Geld ist das Ergebnis dessen, wie es dir gelingt, Wert in das Leben anderer hineinzutragen. Auch wenn das im ersten Augenblick nicht immer zu stimmen scheint – wenn Du tiefer in die Analyse reingehst, bewahrheitet es sich. Es ist auch ein Stück weit ein Abbild deines Selbstwertes. Mein Ansatz ist ja „Kopf & Konto“ und genau hier schließt sich wieder der Kreis. Dein Denken hat ganz viel mit deinem Kontostand zu tun. Denn zum Beispiel das, was Du verdienst, ist ein Abbild davon, wie Du dich verkauft hast. Dessen, was du „angeboten“ hast als Problemlösungskompetenz. Und das, was Du über dich selbst denkst, entsteht in deinem Kopf. Es wirkt sich aber direkt aus auf deinen Kontostand.

Ja, es stimmt, viele Frauen verdienen weniger. Das ist aber kein in Stein gemeißeltes Gesetz, dem wir uns unterwerfen müssen, sondern eher ein Ergebnis unserer Selbstbildes. Geld hat ganz viel mit Selbstvertrauen zu tun. Und wenn Du jetzt ganz ehrlich bist, hast Du hier sicherlich ein Stückchen eine offene Flanke. Du kannst privat noch so eine große Klappe haben, wenn Du zu wenig Geld hast, um das Leben zu führen, von dem Du eigentlich träumst, fehlt dir finanzielles Selbstbewusstsein.

Wenn Du also mit deinem Chef eine Gehaltserhöhung verhandeln willst, überlege, wie Du mehr Wert schaffen kannst. Dein Chef wird dir keine Gehaltserhöhung geben, nur weil Du sie brauchst. Das gilt auch, wenn Du z.B. mehr Stunden arbeiten willst. Dein Chef hat keinerlei Interesse daran, dich einfach mehr Stunden zu beschäftigen (es sei denn, es fehlt tatsächlich an allen Ecken und Enden Arbeitskraft). Bevor Du das Gespräch suchst, überlege, welchen Mehrwert du schaffen könntest. Was würde sich für das Unternehmen, für deinen Chef verbessern, wenn Du mehr arbeiten würdest? Was sich für dich verbessert, spielt für deinen Chef keine Rolle.

Wenn Geld dich unglücklich macht, geht es also auch ein Stück weit um Selbstbewusstsein.

Geld als Ergebnis

Geld an sich ist weder gut noch schlecht. Unser Denken macht es dazu. Geld ist im Außen das sichtbar gewordene Ergebnis unseres Inneren. Gedanken erschaffen Emotionen. Emotionen führen zu Handlungen und Handlungen zu Ergebnissen. Wenn du also andere Ergebnisse willst, brauchst Du andere Gedanken. Das ist ein ganz spannendes Thema, dem ich mich an anderer Stelle mal noch ausführlich widmen werde. Fakt ist aber, dein Leben heute ist ein Ergebnis deiner Entscheidungen bis gestern. Niemand hat dich gezwungen, deinen Job anzunehmen. Außer dir hat auch niemand dein Gehalt verhandelt. Es zwingt dich auch niemand, in deiner aktuellen Wohnung zu wohnen, die zig Kredite abzubezahlen, das aktuelle Auto zu fahren und so weiter. Alles sind von dir getroffene Entscheidungen. Wenn du wirklich willst, kannst Du alles ändern. Der Punkt ist nur, meistens wollen wir nicht, schieben das „ich kann nicht“ aber vor. Wenn du wirklich wölltest, könntest du.

Wenn Geld dich unglücklich macht, hat das also auch etwas mit Bequemlichkeit zu tun.

Geld als Stress-Faktor

Für viele Menschen ist Geld der Stress-Faktor Nummer 1. Es ist auch der häufigste Trennungsgrund von Paaren. Für mich hängt beides auch wieder mit den oben genannten Punkten zusammen. Wenn ihr euch oft wegen Geld streitet, geht es eigentlich gar nicht um’s Geld. Es geht darum, dass ihr unterschiedliche Vorstellungen habt. Unterschiedliche Träume. Unterschiedliche Wertmaßstäbe. Man ist der Meinung, der eine leistet viel mehr. Der eine schätzt die Arbeit des anderen nicht wert. Der eine findet bestimmte Ausgaben unnötig. Schnell schaukeln sich die Debatten hoch und es fallen Sätze wie „Du liebst mich gar nicht richtig“ etc. Und zack, sind wir über das Geld mitten im Leben gelandet. Wenn Du ehrlich bist, geht es nicht um’s Geld. Tatsächlich geht es nämlich wirklich um die Liebe. Die gemeinsame Basis. Um Vertrauen und Wertschätzung. Um Verständnis. Das Geld ist nur der sichtbar gewordene Ausdruck all dessen. Selbst wenn deine Beziehung schon am Geld gescheitert ist und du dich jetzt vielleicht in einem unschönen Rosenkrieg befindest – die wirklichen Kriegsgründe sind Wut, Enttäuschung, Verbitterung, Rache und so weiter. Geld ist nur das Transportmittel (schau mal hier).

Der zweite Aspekt

Geld als Stress-Faktor hat noch einen zweiten Aspekt. Für viele Menschen ist Geld der Antrieb vom Hamsterrad. Quasi der Motor. Und Hamsterräder haben die blöde Eigenschaft, dass sie immer schneller laufen bis sie zusammenbrechen. Viele Menschen haben sich ein Leben aufgebaut, das sie zwingt, immer mehr zu arbeiten. Verdienen sie mehr, schrauben sie den Lebensstandard hoch und die Ausgaben steigen im gleichen Maß wie die neuen höheren Einnahmen, manchmal sogar noch einen Ticken mehr. Es darf also nix dazwischen kommen, damit das Kartenhaus hält. Manchmal kommen so überhebliche Sätze wie „Geld spielt doch keine Rolle“. Doch, Geld spielt immer eine Rolle. Wenn du nämlich die Spielregeln nicht beherrschst, kannst Du das Spiel nicht gewinnen, egal, wie viel Du verdienst. Sieht man besonder schön an Lottomillionären, die oftmals nach kurzer Zeit wieder pleite sind. Und wenn Du Tag und Nacht ackern musst, um dein Geld-Niveau zu halten, dabei aber Gesundheit, Liebe und Wohlbefinden auf der Strecke bleiben, ist Geld eben auch nicht die Wurzel des Übels. Wenn Geld Stress verursacht, liegt es daran, dass Du dich nicht an die Regeln hälst.

Wenn Geld dich unglücklich macht und Stress verursacht, hat das also auch etwas mit Einstellung, Wissen und Stolz zu tun.

Geld und Verantwortung

Für mich hängen Geld und Verantwortung ganz eng zusammen. Dabei geht es um die Verantwortung für dein Leben. Du hast es in der Hand. Du bist kein Opfer der Umstände. Die Umstände schaffst Du dir durch den Denken selbst. Es hat sich auch nicht die ganze Welt gegen dich verschworen. Es ist eine Frage deines Fokusses. Bisher hast du wahrscheinlich oft anderen die Schuld gegeben, wenn es finanziell nicht rund lief. Dein Ämtern, deinem Chef, deinem Ex, der Politik, der Stadt, deinen Eltern – whatever. Die Frage ist – hat sich dadurch etwas verändert? Hast Du durch deinen Ärger einen Cent mehr oder schneller bekommen? Wem du die Schuld gibst, dem gibst du die Macht. Fokussiere dich nicht auf den Mangel. Denn dahin, wo dein Fokus ist, dahin fließt deine Energie. Wenn du immer nur negativ denkst und dir sagst „Das kann ich mir nicht leisten“, ist es kein Wunder, dass Du es dir wirklich nicht leisten kannst. Ändere doch mal die Frage und sage „Wie kann ich es mir leisten?“. Und schon fallen dir ganz andere Antworten ein. Die sind vielleicht nicht alle sofort umsetzbar, aber du änderst damit deinen Fokus.

Entscheide dich heute, die Verantwortung zu übernehmen und deinen Fokus zu ändern. Mache dein Glück nicht von Dritten abhängig. Und vor allem: Sag bitte nicht immer gleich „Das geht nicht.“ Ich werde dir im Laufe des Jahres ganz viele Geschichten präsentieren, die Dir zeigen, was alles geht. Warte aber bitte nicht bis Jahresende, um sie alle gelesen zu haben, bevor du anfängst;-)

Wenn Geld dich unglücklich macht liegt das also auch ein Stück daran, dass du die Verantwortung abgibst.

Zusammenfassung

Du siehst also, Geld allein macht nicht unglücklich. Tatsächlich geht es eigentlich um ganz andere Dinge als um Geld. Man muss nur bereit sein, ein Stückchen hinter die erste Ebene zu blicken. Mach nicht immer gleich den Deckel drauf und denke „das weiß ich alles“, „das geht nicht“, „das kann ich nicht“. Es gibt immer einen Weg. Du kannst viel mehr, als du dir jetzt gerade zutraust. Ich helfe dir aber gerne dabei, es herauszufinden (schau gerne mal hier).

Sei mutig und komme raus aus deiner Komfortzone. Mut hat nämlich meist ein tolles Geschenk dabei – und das heißt Stolz…

Noch ein Tipp:

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