12 Tipps für ein Plus im Portemonnaie

Wenn Du meinem Blog folgst, ist wahrscheinlich eines deiner größten Probleme, dass Du nicht genug Geld im Portemonnaie hast. Heute gebe ich dir zwölf Tipps, die für ein Plus in deinem Geldbeutel sorgen. Bevor wir los legen aber noch ein grundlegender Tipp: Mach dich frei von „ich muss“. Du musst gar nix. Du musst dir weder 10 Paar Schuhe im Jahr kaufen noch musst du jedem Trend hinterher rennen noch muss dein Kind ständig Markenklamotten tragen. All das sind selbst auferlegte Regeln, die Du jederzeit ändern kannst. Wenn du glaubst, irgendwelchen Zwängen zu unterliegen, nur weil das deine Kollegen, deine Freunde, die Freunde deiner Kinder oder wer auch immer so macht – halt mal kurz inne. Wessen Leben lebst Du? Wen musst du beeindrucken? Könntest Du dich vielleicht mit dem Gedanken anfreunden, dass finanzielle Sicherheit und Stabilität nicht viel beeindruckender wären?

Wenn du der Meinung bist, andere mögen dich nur für das, was du hast, hast du ein ganz anderes Problem. Ich bräuchte solche Leute nicht in meinem Umfeld. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Aber fangen wir an, widmen wir uns deinem Portemonnaie.Verschaffe dir bitte zuerst einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben. Wenn du strukturiert vorgehen willst, empfehle ich dir meinen Mama-Kosten-Checker. Du kannst ihn hier herunter laden.

Hier sind die zwölf konkreten Tipps:

1. Mach dich frei

Hier geht es darum, sich von alten Krempel, ungenutzten Dingen und Ansammlungen der Vergangenheit zu befreien. Sei streng mit dir selber. Alles, was du nicht mindestens einmal im Jahr benutzt (und das ist schon eine sehr großzügige Definition) kann weg. Wenn du die Sachen auf ebay, Kleiderkreisel, Kleinanzeigenportalen, Flohmärkten oder wo auch immer verkaufst, bekommst du meist noch ein wenig Geld dafür. Du wirst allerdings überrascht sein, wie wenig es unter ‚m Strich ist. Aber egal, wenn dir Kohle fehlt, zählt jeder Euro. Du machst dich dadurch nicht nur frei von Ballast, sondern hast sogar noch einen Lerneffekt. Du bekommst nämlich gleich noch ein Gefühl dafür, was Du eigentlich an Wert besitzt, denn für die meisten Sachen hast du sicherlich mal viel Geld ausgegeben. Geld und Wert sind aber nicht dasselbe.

Eine weitere kleine Entscheidungshilfe: stelle dir vor, bei dir brennt es und du verlierst alles. Würdest du den gleichen Gegenstand wieder anschaffen? Nein? Dann weg damit.

Noch ein Tipp: Nimm dir nicht alles mit einmal vor, sonst ist die Gefahr groß, dass Du aufgibst. Fange mit einer konkreten „Abteilung“ an, z.B. Schuhe. Dann sortierst du alle Schuhe aus, entscheidest, was damit passieren soll und setzt es auch gleich um – also wenn Du sie verkaufen willst, stellst du sie gleich in das entsprechende Portal ein. Glaube mir, das ist einfach ein Erfahrungswert von mir. Wenn du erst einen riesen Berg mit allem möglichen ansammelst, nimmst du nicht nur die Dinge zig Mal in die Hand, sondern du räumst sie auch von einer Ecke in die nächste und sagst dir immer „ach ja, muss ich mal einstellen irgendwann“. Mache es lieber so wie beschrieben. Wenn du mit den Schuhen fertig bist, nimmst du die nächste „Kategorie“, z.B. Klamotten und machst es genau so. Und so weiter, und so fort.

2. Checke deine Verträge

Verschaffe dir einen Überblick über alle Verträge, die du abgeschlossen hast – Versicherungen, Telefon, Fernsehen, Strom, Gas, Fitnesstudio, Vereine und andere Mitgliedschaften, Onlineangebote, Zeitschriftenabos, Kreditverträge – einfach alles, was regelmäßige Kosten verursacht. Meistens schließen wir Verträge ab und kümmern uns nicht mehr darum, die laufen dann ewig nebenher, wenn grad mal was abgebucht wird, hüpft es uns vielleicht auf dem Kontoauszug ins Auge. Wenn du deine Vertäge aber im Griff hast, kannst du jede Menge Geld sparen.

Alles, was du im letzten Quartal nicht regelmäßig genutzt hast, kündigst du. Überlege dir auch, ob es nicht kostenfreie Alternativen gibt. Wenn du z.B. mit dem Auto ins Fitnesstudio fährst, um dich dort ne Stunde auf’s Fahrrad zu setzen, kannst du auch gleich Fahrrad fahren. Ist nicht nur gesünder, sondern auch noch billiger. Hast du Zeitschriften aboniert, die du eh so gut wie nie liest, kündige das Abo. Zur Not kannst du dir ja immer mal noch ne Einzelausgabe kaufen.

Bei allem, was du nicht kündigen kannst, checkst du die Konditionen. Es gibt fast immer eine kostengünstigere Alternative. Kontrolliere auch die enthaltenen Leistungen. Oft sind in den Verträgen Leistungen enthalten, die du gar nicht brauchst.

Sei insgesamt bitte kritisch mit dem, was du brauchst. Das betrifft insbesondere den Bereich Versicherungen. Meist brauchst du viel viel weniger als du hast und den Versicherungsvertreter spielt nur mit deiner Angst, denn deine Angst ist sein Verdienst.

3. Vergleiche immer

Egal, wann du Geld ausgibst – gewöhne dir bitte das Vergleichen an. Das bezieht sich nicht nur auf die eben genannten Verträge, sondern auch auf gewöhnliche Alltagseinkäufe. Sieh dir immer den Preis pro Einzel-Einheit an, also pro Kilo, pro Liter, pro Stück. Nur so kannst du wirklich beurteilen, was billiger und was teurer ist. Meist sind nämlich die scheinbaren Angebote oder das, was prominent platziert ist oder so schön glitzert oder gerade ganz toll beworben wird deutlich teuer. Du kannst auch nicht pauschal sagen, dass große oder kleine Packungen per se immer teuer oder billiger sind. Das ist mal so und mal so.

Eine Ausnahme gibt es. Du brauchst von etwas nur eine kleine Menge, z.B. eine Zwiebel. Dann kaufe bitte die eine Zwiebel, auch wenn da das Kilo vielleicht 50 cent teurer ist und nicht den 2,5kg Beutel, von dem du dann die anderen 53 Zwiebeln wegwirfst.

4. Falle nicht auf Angebote herein

Die Verlockungen lauern heute an jeder Ecke. Und überall wird dir eingeredet, dass ist das tollste, beste, günstigste Angebot, was es je gab. Das kommt niiiiiiieeee wieder. Und zwack, hast du die Stiefel für 99 EUR gekauft, die du eigentlich gar nicht brauchst. Mache dich frei davon. Angebote gibt es heute an jeder Ecke und bei austauschbaren Waren geht es immer nur um den Preis. Spontankäufe sind eine der größten Geldfallen. Und wenn sie dann noch über Ratenzahlung erfolgen, bist du auf dem besten Weg in die Schuldenfalle. Wenn du mal wieder abends allein vor ‚m Rechner sitzt und nur mal zufällig durch die einschlägigen Shoppingportale surfst – sei auch hier streng mit dir. Wenn dich etwas anlacht, lege es von mir aus in den Einkaufswagen. Aber dann gehst du weg vom Rechner. Mache was anderes. Am besten schläfst du drüber. Wenn du am nächsten Tag immer noch der Meinung bist, dass du ohne dieses Teil nicht leben kannst, dann in Herr Gotts Namen kaufe es dir. Meistens wird sich dein Spontan-Kaufrausch-Bedürfnis aber gelegt haben und du kannst die Seite bedenkenlos schließen.

Vergiss auch bitte nicht, auch bei Angeboten immer zu vergleichen. Denn meist entpuppt sich das super Angebot nämlich gar nicht als Schnäppchen, sondern ist woanders sogar noch günstiger zu haben.

5. Nutze Gutscheine

Dass es nicht ganz ohne Shoppen geht, ist mir schon klar. Soll es ja auch nicht, ist ja auch irgendwie so n Frauending. Und wir wollen ja auch gut aussehen. Wenn es also darum geht, zu shoppen, mache dich auf die Suche nach Gutscheinen. Manchmal kannst du hier richtig sparen. Google am besten „Gutschein + xy Shop“ (also statt xy Shop trägst du, wo du grad einkaufen willst) und schau mal, was es so gibt. Manchmal sind es Rabatte, manchmal kostenloser Versand, manchmal gratis Produkte. Klar, manchmal findest du auch nix, aber es lohnt sich immer, den kleinen Umweg zu gehen. Den entsprechenden Code trägst du dann in den Warenkorb ein bevor du bezahlst.

Noch ein Zusatztipp: Viele Onlineshops bieten Gutscheine, wenn du dich zum Newsletter anmeldest. Nutze das bitte.

In den Newslettern gibt es dann auch oft Aktionen, z.B. kostenlosen Versand oder 20% extra auf Reduziertes. Gewöhne dir bitte an, solche Aktionen zu nutzen, wenn du schon shoppen musst.

6. Achte auf die Versandkosten

Viele Onlineshopper lassen bei ihren Vergleichen die Versandkosten außen vor. Es nützt dir aber nix, wenn du ein Produkt findest, das irgendwo 2 EUR günstiger ist, dafür kostet es dort aber 6,99 EUR Versand. Checke also bitte immer beides. Denn 10x 5,95 EUR Versand sind auch knapp 60 EUR, die in deinem Portemonnaie fehlen. Viele Onlineshops haben auch eine Freigrenze, also einen Betrag ab dem du keine Versandkosten mehr bezahlst. Schau dir bitte vor deiner Shoppingtour die Bedingungen an. Bei Amazon ist es ja z.B. so, dass ab 29 EUR versandkostenfrei ist oder wenn ein Buch dabei ist. Ich nutze meist die Buch-Variante. Wenn ich also was unter 29 EUR bestelle, schaue ich, welche Buch ich eh kaufen wollte und packe es dazu.

7. Nutze Shoppingportale

Wir sind uns ja einig, dass nicht ganz ohne Shoppen geht, auch wenn es deinen Portemonnaie nicht gut tut. Eine interessante Alternative zu gewöhnlichen Onlineshops sind Shopping-Portale wie Best Secret. Du kommst nur auf Einladung rein (folge diesem Link hier), dafür sparst Du bis zu 80% auf Marken- und Designerklamotten, Schuhe und Accessoires. Es lohnt sich und ich habe schon mal tolles Schnäppchen gemacht.

8. Raus aus dem Dispo

Egal, was du tust – bevor du weiter shoppst, kommst Du raus aus dem Dispo. Dein Dispo ist kein Guthaben! Er kostet Zinsen und macht jede Shoppingtour damit teuer. Lies hier einfach mal mehr dazu. Wenn du im Dispo lebst, gibst Du Geld aus, das du nicht hast. Also, bevor irgendetwas neues gekauft wird – fülle den Dispo auf. Und dann lass dir die Linie von deiner Bank zu machen. Du brauchst sie nicht. Du bist kein Unternehmen, das saisonale Schwankungen in den Einnahmen hat.

Genau das gleiche gilt für Kauf auf Pump. Was du nicht bezahlen kannst, wird nicht gekauft. Ende der Geschichte. Ausnahmen: Autos, Küchen und Häuser. Alles andere nicht. Auch eine Null-Prozent-Finanzierung ist eine Finanzierung. Lies hier, in welche Risiken du dich begibst.

9. Fritzi das Verkneiferschwein

Darf ich vorstellen: Das ist Fritzi, das Verkneiferschwein

Fritzi das VerkneiferschweinDu kannst dir Fritzi gerne herunter laden und ausdrucken. Wenn es nicht geht, schreibe mir einfach an kontakt@yvonneschrader.com und ich schicke sie dir per Mail.

Wenn du sie ausgedruckt hast, steck sie bitte in den Portemonnaie, am besten ins Kleingeldfach. Fritzi soll dich davon abhalten, unnötig Geld auszugeben.

Du kannst auch Fritzi in echt führen. Kauf dir ein schönes Sparschwein und dann wirfst du alles Geld, was du nicht ausgegeben hast rein. Also immer, wenn du dir eigentlich etwas kaufen wolltest und es dir dann doch verkniffen hast – der Coffee to go, das Teilchen beim Bäcker, die niedliche Shirt, die 35. Handtasche – was auch immer – wirfst du den entsprechenden Betrag in Fritzi. du kannst es auch mit Differenzbeträgen machen, also wenn du dir statt des teuren Mittagsmenüs nur das günstige gönnst und so 3 EUR sparst – ab damit ins Schweinchen. Es geht einfach darum, dass Du ein Gefühl dafür bekommst, wo du Sparreserven hast. Du wirst überrascht sein, wie viel Geld in einem Monat zusammen kommt, wenn du mal einigermaßen konsequent bist.

10. Prüfe dein Einkaufsverhalten

Ja, stimmt, eigentlich prüfen wir ja die ganze Zeit schon dein Einkaufsverhalten. Aber hier geht es nicht um Shopping, sondern um deine Alltagseinkäufe. Wenn du gern mehr Geld im Portemonnaie hättest, dann stelle diese bitte auch auf einen strengen Prüfstand. Check mal, wie viel du einkaufst und dann weg wirfst. Kaufe also kleinere Mengen. Kaufe bestimmte Dinge gar nicht mehr, z.B. Fertigprodukte. Kaufe saisonal (also das, was gerade wächst). Kaufe insgesamt weniger. Wir kaufen nicht nur zu viel, sondern meist essen wir auch zu viel. Mache dir einen Einkaufszettel. Plane deinen Einkauf. Ach, ich könnte einen ganzen Artikel daraus machen… Mache ich auch noch;-)

11. Drehe die Heizung runter

Es geht nicht darum, dass Du im Iglu wohnen sollst. Aber ein Grad weniger spart rund 6% Energiekosten. Und ein Grad merkst du kaum. Checke auch mal bitte, wie du genau heizt. Hast du die Heizung aufgedreht und alle Fenster und Türen stehen offen? Dann kannst du auch gleich das Geld zum Fenster raus werfen. Auch wenn es bei manchem zu entsetzen führen wird: es ist nichts Verwerfliches daran, im Winter einen Pullover anzuziehen. Du musst ja nicht mit Schal und Mütze in der Bude sitzen. Aber du musst auch nicht halbnackig oder im T-Shirt rumrennen. Mein Nachbarn sind da ein gutes Beispiel. Es ist nie Geld da, aber in der Bude sind 30°C und alle rennen im T-Shirt rum…. Kinder erfrieren übrigens auch nicht gleich, wenn es nur die empfohlenen 18 bis 20° Celcius in der Küche sind…

12. Suche dir einen Nebenjob

Last but not least – wenn alles nicht hilft und du trotz aller Maßnahmen auf keinen grünen Zweig kommst, wird dir nichts anderes übrig bleiben als dir einen Nebenjob zu suchen. sag jetzt nicht gleich, ich bin alleinerziehende Mutter, das geht nicht…. Geht nicht, gibt’s nicht. Es gibt hunderte Möglichkeiten, was du machen könntest, ganz vieles von zu Hause aus. Dabei geht es nicht um Können. Es geht um Wollen.

Und selbst wenn es nicht gerade ein zweiter Job ist, denke über Gehaltserhöhungen, einen Jobwechsel, mehr Stunden – was auch immer nach. Mach aber bitte eines: denke in Lösungen. Dich auf das zu fokussieren, was alles nicht geht, bringt dich keinen Centimeter weiter.

Wenn du allein nicht weiter kommst oder trotz aller Maßnahmen ein großes Loch im Portemonnaie klafft, melde dich bitte bei mir. Meist hilft ein externer Blick viel schneller als monatelang allein rumzudoktern. Wie immer gilt: das Leben liebt die Balance. Es geht nicht darum, mal ein bisschen mehr Geld auszugeben. Oder mal was sinnloses zu kaufen. Nur wenn du das dauerhaft machst, entstehen Ungleichgewichte, die meist zu schwerwiegenderen Symptomen als einem Loch im Portemonnaie führen.

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