Beratung

Letzte Woche hatte ich in diesem Blogartikel beschrieben, wie leicht es heute ist, in die Schuldenfalle zu geraten. Die Versuchungen lauern an allen Ecken, Schulden zu machen. Teilweise gilt es sogar als cool und gesellschaftstauglich. Irgendwie hat ja jeder Schulden. Redet man sich ein.

Heute soll es darum gehen, wie man wieder raus kommt. Keine Sorge, es wird keine Abhandlung über Zwangsvollstreckung und Privatinsolvenz. Es geht darum, dass Du dich aus dem Schuldenstrudel befreist, bevor die rechtlichen Schritte notwendig oder von Dritten eingeleitet werden.

Mein Ansatz ist wahrscheinlich ein wenig anders als üblich. Wahrscheinlich wird dir auch nicht alles gefallen, was Du gleich liest. Aber ich möchte, dass Du grundlegend lernst, gut mit Geld umzugehen. Und nicht nur deinen aktuellen Schuldenberg abzubauen. Wenn wir die ersten beiden Schritte nämlich nicht machen, wird es nicht lange dauern und Du sitzt im nächsten Hamsterrad.

Was die Schulden mit dir machen

Zunächst einmal schauen wir uns nochmal kurz an, warum ich die allermeisten Schulden ablehne. In meinem ersten Blogartikel zum Schuldenthema hatte ich ja bereits im Ansatz erklärt, dass es gute Schulden und schlechte Schulden gibt (schau hier nochmal nach). Hier geht es um die „schlechten Schulden“.

Schulden machen dich abhängig

Wenn du Schulden hast, kannst du nicht frei agieren. Einen – wahrscheinlich nicht unerheblichen – Teil deines Kapitals bindest du. Du schränkst deine Handlungsmöglichkeiten ein. Du bist auf das Wohlwollen anderer angewiesen. Dein Geldgeber hat dich in der Hand. Er bestimmt die Konditionen. Er diktiert die Modalitäten. Und wenn Du nicht wie vereinbart funktionierst, leitet er die Maßnahmen ein.

Schulden kosten viel Geld

Deine Schulden kosten dich nicht nur den vereinbarten Zins. Meist kosten sie auch noch Gebühren. Sie kosten dich die fehlenden Erträge, wenn Du das Geld statt dessen investiert hättest (also entgangene Gewinne, Opportunitätskosten).

Schulden verursachen Stress

Die wenigsten Menschen, die einen größeren Schuldenberg vor sich her schieben, gehen völlig entspannt durch’s Leben. Ganz oft sind Verbindlichkeiten die Ursache für Beziehungsstress. Wer den kritischen Punkt verpasst, landet oft im Hamsterrad. Wenn Du anfängst, ein Loch mit dem nächsten zu stopfen, sollten alle Alarmglocken bei dir angehen. Dazu gehört auch, dass Du anfängst, beim Onlineshopping auf Ratenzahlung  zurückzugreifen. Auch wenn Du Zahlungspausen in Anspruch nimmst, stehen die Signale auf rot. Oder wenn Du auf einmal anfängst, mit Kreditkarte zu bezahlen, weil das erst in 4 Wochen abgebucht wird.

Die gnadenlose Analyse

Ok, Du hast dich in eine sch… Situation hinein manövriert. Das kann passieren und ist im ersten Moment auch erstmal nicht schlimm. Es nutzt dir aber nichts, wenn ich dich mit Manchmal muss man ein wenig hart sein, um etwas Gutes lehren zu können.Samthandschuhen anfasse. Ich möchte, dass es dir besser geht. Und vor allem möchte ich, dass dir das Malheur nicht wieder passiert. Deswegen müssen wir jetzt mal ehrlich zu uns selbst sein. Du darfst weinen, schreien, zweifeln, wütend werden – what ever. Aber danach machen wir uns wieder an die Arbeit, ok?

1. Schritt – schreibe es auf

Nimm dir bitte Papier und Stifte und schreibe all deine Verbindlichkeiten auf. Alle. Es nützt dir sonst nichts. Jede offene Rechnung. Jede Ratenzahlung. Jedes Darlehen. Jeden geborgenten Hunni. Alles.

Papier ist geduldig. Und so lange Du es nicht schwarz auf weiß vor dir hast, glaubst Du es eh nicht. Papier beißt nicht.

Schreibe nicht nur die Höhe auf, sondern am besten gleich auch

  • wer ist dein Gläubiger?
  • wie lange besteht die Verbindlichkeit schon?
  • laufen schon rechtliche Maßnahmen?
  • wie hoch ist der Zins?

Wenn du schon mehrere Raten zahlst, addiere mal alle zusammen, so dass Du eine monatliche Summe bekommst.

2. Schritt – frage dich „warum“?

Hast Du eben gedacht, es geht nicht mehr schlimmer. Es geht. Denn jetzt gehst Du mal in dich rein. Bist so ehrlich wie noch nie zu Dir selbst. Frage dich – 100% ehrlich – und die Rechenschaft bist du nur dir selbst schuldig – warum Du diese Schulden hast. Es geht nicht darum, dies zu bewerten. Es geht einzig und allein darum, es zu analysieren. Wenn du es nicht absolut ehrlich analysierst, kannst du es nur schwer korrigieren.

Es gibt Theorien, die besagen, dass Schuldgefühle im Inneren Schulden im Außen erzeugen.

Vielleicht willst Du etwas kompensieren.

Es kann an Glaubenssätzen, die Du verinnerlicht hast, liegen.

Wenn es Ersatzbefriedigung ist, dann ist es so. Es geht wirklich nur um die Erkenntnis. Es muss dir nicht peinlich sein. Den Dialog führst Du nur mit dir. Der Punkt ist – mache es bitte. Es ist wichtig.

Die einzigen 2 Wege

Ok, die gute Nachricht – das schlimmste, was die Analyse angeht, hast Du hinter dir. Die in meinen Augen einzigen zwei Wege, um aus der Schuldenfalle rauszukommen sind

Disziplin und Sparen.

Disziplin

Dabei würde ich Disziplin gerne noch etwas umfassender definieren. Zur Disziplin gehört für mich, dass Du die volle Verantwortung übernimmst. Für dich und für dein Handeln. Es ist nämlich nicht so, dass das Leben es dir besonders schwer macht. Dir werden auch nicht besonders viele Steine in den Weg gelegt. Und es liegt auch nicht an den Umständen, der Politik, deinem blödem Chef, deinem Mann, deinen Kindern, deinen Eltern oder sonst wem. Deine Misere. Deine Verantwortung.

Zur Disziplin gehört für mich auch, dass Du dich dafür öffnest, Dinge anders zu machen. Dein Handeln bis heute hat dich genau dahin gebracht, wo Du gerade stehst. Wenn das nicht dein Traum-Standort ist, gibt es wahrscheinlich eine Menge zu lernen. Geh nicht davon aus, dass Du alles weißt. Keiner von uns weiß alles. Das, was wir wissen und bewusst wahrnehmen, ist ungefähr so groß wie ein Handy-Display. Das, was unser Unterbewusstsein „anrichtet“ hat im Vergleich dazu eine Länge von ca. 11km.

Vor gar nicht allzu langer Zeit hat mal jemand zu mir gesagt „sie wäre ausgelernt, da kommt nix mehr“ – Mitte 20. Ich will nicht unken, aber da kommt noch jede Menge. Und allein so ne Aussage ist ein Beleg dafür, dass noch jede Menge zu lernen wäre…

Und Disziplin heißt natürlich auch Konsequenz. Bis ins Detail. Wenn Du dir vor nimmst, eine Stunde laufen zu gehen, läufst Du eine Stunde. Und nicht 54 oder 56 Minuten. Kleine Ursache. Große Wirkung. Wenn Du diesen Monat 100 EUR zurück zahlen musst, zahlst Du 100 EUR. Nicht 90 und nicht 96. 100. Wer die kleinen Dinge vernachlässigt, erreicht meist genau deswegen die großen nicht.

Sparen

Der zweite Punkt ist Sparen. Du hast nur zwei Möglichkeiten. Deine Einnahmen zu erhöhen. Oder deine Kosten zu senken. Ok, oder beides. Und beide Differenzen verwendest Du für dein künftiges Leben. Ein Teil wird konsequent gespart, der andere konsequent zum Schuldenabbau verwendet.

Und sage jetzt nicht, das geht nicht. „Geht nicht“ ist nur eine Form von „ich will nicht“. Sei kreativ. Lass dir was einfallen. Betrachte es als sportliche Herausforderung.

Der Punkt ist schlicht und einfach – du hast im Prinzip keine Wahl. Wenn Du so weiter machst wie bisher, sind die Folgen absehbar. Entweder erhöht sich dein Stresslevel konsequent weiter. Du wirst ein Kandidat für Burnout und Herzinfarkt. Oder es warten sogar rechtlich Schritte. Im schlimmsten Fall wieder beides.

Oder du berappelst dich genau jetzt, bist offen für neue Wege und fängst an, das Thema ernst zu nehmen. Mir geht es auch darum, dass Du in die Lage kommst, überhaupt erstmal eine Wahl zu haben.

Sei mutig

Du fühlst dich jetzt wahrscheinlich hundeelend. Und vielleicht hat dir das alles auch noch niemand so direkt gesagt. Aber vergiss nicht, wenn alles zerbricht, auch Scherben spiegeln das Licht. Sei mutig und packe das Thema an. Sei ehrlich zu dir.

Und vor allem – lass dir helfen. Im richtigen Leben bin ich ganz lieb. Ich will wirklich, dass es dir besser geht und Du endlich auf finanziell stabile Beine kommst. Wenn wir auch zwischendurch mal durch ein Tal der Tränen gehen – am Ende wird dein Mut belohnt.

Du fragst jetzt, wie Du das bezahlen sollst?! Dann frage ich dich, was dir ein geldstress-freies Leben wert wäre?! Vereinbare einfach ein kostenfreies Erstgespräch und wir schauen erstmal, ob wir überhaupt zusammen passen. Das kostet nichts außer einer halben Stunde Zeit. Trau dich…

Kostenfreies Erstgespräch Yvonne Schrader

 

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