Manche Fragen tauchen ja immer wieder auf und manchmal möchte man so viel sagen und fragt, wo passt es eigentlich am besten hin. Deswegen habe ich mir gedacht, ich mache mal ein Interview und verrate dir einige meiner Geheimnisse;-)

Wenn du noch andere Fragen hast, schreibe sie mir in die Kommentare oder schicke mir gerne eine Mail an kontakt@yvonneschrader.com.

Warum willst Du gerade Müttern etwas über Geld beibringen?

Grundsätzlich wird bei uns ja generell wenig bis gar nichts über den Umgang mit Geld gelehrt. An jeder Ecke lauern Fallen und es ist heute sehr schwer, ohne Hintergrundwissen solide finanzielle Entscheidungen zu treffen. Mütter – insbesondere alleinerziehende – sind die Gruppe, die es in unseren Breiten am schwersten hat, auf finanziell stabile Beine zu kommen. Sie haben jede Menge Restriktionen, was Arbeitszeiten angeht, verdienstmäßig werden sie oft klein gehalten und nicht selten kommen Gelder, die ihnen zustehen, gar nicht oder unregelmäßig. Aus Angst, sich zu blamieren, stellen viele Mütter keine Fragen oder nehmen, was sie kriegen können ohne zu hinterfragen, ob vielleicht mehr drin wäre. Mütter sind aber eine wahnsinnig unterschätzte Ressource und ich bin der festen Überzeugung, dass Mütter, die ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen, jede Menge Positives zur Gesellschaft beitragen können.

Was denkst Du, sind die Gründe, warum so viele Mütter Geldsorgen haben?

Ich denke, das Problem ist vielschichtig. Zum einen sind sicher die Rahmenbedingungen für Mütter – insbesondere alleinerziehende – schwierig. Kinderbetreuung ist relativ teuer, oft passen die Es gibt viele Wege zum Glück. Einer davon ist aufhören zu jammern. Albert EinsteinÖffnungszeiten nicht zu den Arbeitszeiten, viele Mütter haben lange Anfahrtswege, viele Väter entziehen sich ihrer Verantwortung und zahlen schlecht bis gar nicht. Behördenmühlen mahlen langsam. Zum anderen liegen die Gründe auch bei den Müttern selbst. Viele trauen sich nicht genug zu, halten sich für zu dumm, denken schlecht über Geld und Erfolg. Das sogenannte „Mindset“ macht hier ganz viel aus. Viele Muttis suchen auch generell die Schuld bei anderen – was aber meist nicht zielführend ist. Schau doch mal in meinen Blogartikel zu den häufigsten Geldfehlern der Mütter.

Sollen jetzt alle Muttis Millionär werden?

Nein, darum geht es nicht. Es geht mir einfach darum, dass mehr Mamas aus der Abhängigkeitsfalle raus kommen und eben nicht auf jeden Cent angewiesen sind. Ich möchte erreichen, dass mehr Muttis die Verantwortung für sich und ihr Leben übernehmen und sich nicht einfach nur hinter Ausreden und Vorwänden verstecken. Ich wünsche mir, dass mehr Mamas den Biss entwickeln, mehr aus ihrem und dem Leben ihrer Kinder zu machen und sich nicht einfach damit zufrieden geben, wo das Schicksal sie gerade mal hingestupst hat. Es gibt überhaupt keine Notwendigkeit, sich mit einer Position am Ende der Nahrungskette zufrieden zu geben. Und zwischen „finanziell am Boden“ und „Millionär“ gibt es unendlich viele Stufen, die man betreten kann. Ich werde demnächst immer mal wieder ein Interview mit Menschen veröffentlichen, die sich selbst gesagt haben „ich will es anders haben“ und dann los marschiert sind…

Warum arbeitest Du anders als die ganzen anderen Bankberater?

Ich arbeite nicht provisionsabhängig. Von mir kriegst du neutrales, praxiserprobtes Hintergrundwissen, dass dich persönlich weiterbringt. Ich zeige dir Möglichkeiten auf und unterstütze dich in deiner eigenen Lösungsfindung. Sicherlich stelle ich auch unangenehme Fragen. Das muss aber sein, wenn wir den Ursachen auf den Grund gehen wollen. Ich bin dein Trainer, dein Mentor, dein Sparringspartner und deine gute Seele. Viele „Berater“ – insbesondere bei Banken und Versicherungen – sind nichts anderes als Verkäufer. Sie bekommen, für das, was sie dir „empfehlen“ eine Provision. Daran kannst du erkennen, wessen Interessen wie vertreten werden. Es ist grundsätzlich nichts Verwerfliches daran, dass bei Banken und Versicherungen Verkäufer arbeiten. Man muss sich dessen nur bewusst sein. Und man muss eben wissen, dass sie dir keinen neutralen Marktüberblick geben, sondern das verkaufen, was sie haben. Ein Bäcker verkauft schließlich auch nur Brot und Brötchen, der Metzger Fleisch und Wurst. Wenn du als mit Hunger in die Filiale kommst, wird jeder sein Produkt als bestes anpreisen und nicht das vom Gegenüber empfehlen…

Hast Du dich schon immer selbst um dein Geld gekümmert?

Ja, habe ich. Ich habe mit 13 Jahren angefangen, mein eigenes Geld zu verdienen. Da habe ich in einer Eisdiele gejobbt. Später habe ich auch mal Kataloge ausgeteilt und in einer Disko gearbeitet. Als ich bei der Bundesbank studiert habe, habe ich auch von Beginn an eine Ausbildungsvergütung bekommen. Ich habe immer gearbeitet, sogar bis zum letzten Tag vor der Geburt und ca. eine Woche danach wieder. Und seit mittlerweile fast 15 Jahren arbeite ich nebenbei als Kellnerin im Gasthof meiner Eltern, das aber nur zum Spaß;-) Was ich aber gestehen muss, ist dass ich bis jetzt noch keine perfekte Anlage- und Investmentstrategie habe, die mir schönes zusätzliches, passives Einkommen schafft. Auch wenn ich die Theorie beherrsche – das ist meine offene Geldflanke.

Wie sollten Mütter anfangen, sich um ihre Finanzen zu kümmern?

Es gibt sicher verschiedene Möglichkeiten. Der erste Schritt sollte sein, dass man sich des Thema annimmt und sich eingesteht, dass man etwas Nachhilfe braucht. Mein gratis Insiderreport über deine 5 größten finanziellen Risiken als Mutter bietet dir beispielsweise einen guten Einstieg. Dann wird es darum gehen, sich einen Überblick über Einnahmen, Ausgaben und Schulden zu verschaffen. So ermittelt man, wo man finanziell überhaupt steht. Und dann wird es darum gehen, in Lösungen zu denken. Bei den meisten wird es auch darauf ankommen, dass sie ihre Einstellung zu Geld hinterfragen und mal auf den Grund gehen, was ihnen bislang über Geld beigebracht wurde. Da tauchen bei vielen solche Sprüche wie „Geld verdirbt den Charakter“ etc. auf. Wer auf finanziell sichere Beine kommen will, wird nicht drumherum kommen, solche sog. Glaubenssätze in Frage zu stellen…

Viele Mütter bleiben wegen des Geldes in unglücklichen Beziehungen. Wie siehst Du das?

Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem.Das ist ein schwieriges Thema. Ich glaube nicht, dass Geld allein der Grund ist – weder zum Gehen noch zum Bleiben. Geld ist meist nur das sichtbare Ergebnis. Meist liegen die Ursachen und die eigentlichen Gründe ganz woanders. Ich glaube, dass viele Paare heute entweder zu früh aufgeben oder aus den falschen Gründen überhaupt erst entstehen. Das Leben ist schon ganz schön kompliziert heute und die Erwartungshaltungen sind extrem hoch. Meines Erachtens wird zuwenig geschaut, wo wirklich gemeinsame Werte liegen. Wie beim Konsum wird das schnelle Glücksgefühl über die langfristige Perspektive gestellt. Wer in einer scheinbar unglücklichen Beziehung steckt, sollte anfangen zu forschen, wo die Ursachen liegen. Sich selbst unangenehme Fragen stellen. Und nicht sofort zu allem eine feste Meinung haben. Und reden. Reden hilft. Klingt lapidar. Ist aber so.

Glaubst Du, dass die Scheidungsquote geringer wäre, wenn sich Mütter mehr um ihre Finanzen kümmern würden?

Ich glaube auf jeden Fall, dass die Scheidungsquote geringer wäre, wenn die (potentiellen) Mütter bei der Wahl ihrer Partner strenger wären. Wenn Menschen auch mal allein sein können und trotzdem positiv denken, ergeben sich meist ganz andere Möglichkeiten. Niemand braucht einen Partner zum Glücklichsein. Natürlich kann sich das Glück mit dem richtigen Partner potenzieren, aber man sollte nie den Schlüssel zum eigenen Glück in fremde Hände legen. Und ich glaube, das jemand, der sich – auch in einer Beziehung – um finanzielle Dinge wirklich kümmert, auch in anderen Bereichen profitiert. Wer sagt denn, dass das immer einer allein machen muss? Es gibt Studien, die besagen, dass Menschen, die sich wirklich gemeinsam etwas aufbauen, für das beide brennen, seltener geschieden werden. Es kann doch auch mega Spaß machen, sich gemeinsame Investments zu suchen, zu sehen, wie sein Geld wächst und dann weiter zu investieren und sich was schönes zu gönnen. Geld ist doch kein negativ besetzes Thema. Geld an sich ist neutral. Es ist eine Recheneinheit. Ein Zahlungsmittel. Ein Tauschmittel. Und ich glaube schon, dass die „richtigen Männer“ sogar stolz wären, wenn ihre Frau sich mit dem Thema beschäftigen würde…

Hattest Du Probleme, als dich dein Mann von heute auf morgen verlassen hat?

Naja, was heißt Probleme? Nennen wir es Herausforderungen. Er ist ja von jetzt auf gleich aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen, die Miete bleibt jetzt natürlich an mir allein hängen. Das ist schon ein ganz schöner Batzen. Großartige Umstellungen hatte ich nicht, es lief eh immer alles über mich. Und natürlich musste ich mich auch erstmal mit Themen beschäftigen, über die ich vorher im Traum nicht nachgedacht habe, wie z.B. Unterhalt und Sorgerecht.

Warum sagst Du, dass Mütter Rosenkrieg nicht nötig haben?Du kannst nicht immer bestimmen, was dir zustößt. Aber du kannst immer bestimmen, wie du reagierst.

Weil ich der festen Überzeugung bin, dass es stimmt. Hier habe ich ja mal einen ausführlicheren Artikel dazu geschrieben. Rosenkrieg ist der schlimmste Krieg, den man führen kann und grundsätzlich gibt es dabei nur Verlierer. Du verschwendest so viel Energie für eine Sache, bei der es unter m Strich – wenn Du ganz ehrlich bist – meist doch nur um Rache, verletzten Stolz und Rechthaberei geht. Und einigen musst Du dich mit deinem Ex trotzdem. Würdest du genauso viel Energie, wie Du beim Rosenkrieg verplemperst, in deine finanzielle Intelligenz, deine Persönlichkeitsentwicklung und in die Ausbildung der Kinder investieren und statt den Anwalt jemanden bezahlen, der dich persönlich weiter bringt, wäre allen sehr geholfen. Wenn Du Krieg sähst, wirst Du Krieg ernten. Du aber hast es auch in der Hand, die Ernte zu ändern. Geh mal in dich und überlege, was alles besser wäre, wenn es den blöden Rosenkrieg nicht gäbe…

Glaubst Du noch an „Mr. Right“ und wie soll er sein?

Klar, mache ich das. Und ich bin ganz sicher, dass ich ihn treffe. Nicht, weil ich unbedingt einen Mann brauche. Brauche ich nicht. Ich habe meinen „Laden“ selbst im Griff. Wenn ich wieder einen Mann in mein Leben lasse, dann weil ich es will. Weil ich glaube, dass wir zusammen viel mehr sind als jeder für sich. Weil wir uns gegenseitig gut tun. Ich „fordere“ nicht von einem Mann, dass er mich glücklich macht. Jeder kann sich nur allein glücklich machen. Aber Mr. Right soll sein Glück mit mir teilen und wir wollen daran wachsen. Ja, ich bin fest davon überzeugt, dass das Universum weiß, wer „Mr. Right“ ist und alles so regelt, dass es passt…

Was ist dein ultimativer Tipp für Muttis, die auf finanziell sichere Beine kommen wollen?

Glaube nicht alles, was Du denkst.Trau dich. Du bist nicht zu blöd. Nur zu ängstlich. Aber die Freiheit wartet auf der anderen Seite der Angst. Nimm deine Finanzen in die Hand und traue dich endlich, von dem Leben zu träumen, das Du dir immer gewünscht hast. Du kannst viel mehr als du denkst. Und viel mehr als dir dein Umfeld einredet. Nimm dir einen Trainer und fange an. Einen Marathon könntest Du auch nicht von heute auf morgen laufen. Aber du könntest anfangen, dafür zu trainieren…

Zusätzlich habe ich noch folgenden Tipp: Arbeite an deiner Einstellung und deinen Gedanken. Du bist kein Opfer der Umstände. Dein Gehirn spielt dir manchmal Streiche, daher gilt „Glaube nicht alles, was du denkst“. Folge mir einfach auf Instagram, dort gebe ich dir jeden Tag tolle Ideen und Gedankenanstöße um deine Gedankenwelt in Richtung positiv zu drehen.

Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview;-)

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