Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem.

Heute wird es wahrscheinlich ein wenig strittig und vielleicht bringe ich auch dein Weltbild ins Wanken. Es ist aber wichtig. Ich nenne sie die „Ich habe doch keine Wahl“-Falle. Du kannst sie ruhig aber auch „Mir werden nur Steine in den Weg gelegt“-Falle nennen. Oder „Die Umstände sind schuld“-Falle. Im Kern wird es immer um dasselbe gehen.

Wenn Du mal kurz in dich gehst – was läuft in deinem Leben nicht alles so, wie Du es dir eigentlich vorstellst? Hast Du

  • zu wenig Zeit?
  • zu wenig Geld?
  • zu wenig Urlaub?
  • zu viel Arbeit?
  • zu viel Stress?
  • zu anstrengende Kinder?
  • zu wenig Kinder? Oder zu viele?
  • ein zu kleines oder altes Auto?
  • nicht die neuesten Gadgets hast, die alle haben?
  • eine zu kleine Wohnung?
  • kein eigenes Haus?
  • gesundheitliche Probleme?
  • den falschen oder einen anstrengenden Partner?
  • gar keinen Partner?

Das ist nur eine Auswahl der häufigsten Abweichungen. Mache doch mal wirklich deine eigene Liste. Schreibe dir all das auf, was dich in deinem Leben nervt und ärgert. All die Punkte, wo du dich mehr oder weniger regelmäßig aufregst. Sei präzise. Schreibe z.B. nicht „meine Arbeit“, sondern versuche herauszufinden, was dich genau nervt (die Aufgabe, die Kollegen, der Chef, die Arbeitszeit …).

Es geht dabei nicht um eine Bewertung, sondern um eine Erfassung.

Sei ehrlich zu dir selbst. Ziehe dich in eine ruhige Ecke zurück und mache die Aufgabe nur für dich. Du musst die Liste niemanden zeigen und dich nicht rechtfertigen. Aber dass Du dir selbst gegenüber ehrlich bist, ist wichtig. Du musst sie auch nicht in zehn Minuten erstellen. Wenn Du es ordentlich machst, wirst Du Zeit brauchen. Und dir werden nach und nach erst Dinge einfallen. Es muss dir auch nichts peinlich sein. Wenn Du dich z.B. Beispiel ärgerst, dass Du die 300 EUR teuren Schuhe, die Du im Schaufenster gesehen hast und nur 1x zum Tanzen anziehen würdest, nicht hast – schreibe es auf. Oder wenn Du dich ärgerst, dass Du jeden Monat gerade so mit dem letzten Cent hinkommst – schreibe es auf.

Das Eingemachte

Bis jetzt haben wir nur erfasst. Jetzt wollen wir ein wenig tiefer reingehen in die Analyse.

Nimm bitte nochmal deine Liste. Schreibe zu jedem Punkt, der dich ärgert, mal dazu, was Du glaubst, wer verantwortlich ist. Wie gesagt, Du musst es ja niemanden zeigen – also schreibe es auf. Wenn Du so wie die meisten tickst, schreibst Du deinen Chef, deine Eltern/deine Mutter, deinen Partner, dein Ex, deine Kinder, deine Kollegen, das Wetter, die Stadt, die Behörden, die Umstände – was auch immer auf.

Jetzt gehe bitte nochmal in dich und überlege, ob wirklich immer die Genannten Schuld an deiner aktuellen Situation sind. Und dann lasse den folgenden Spruch auf dich wirken:

Wem Du die Schuld gibst, dem gibst Du die Macht.Wer trägt die Schuld?

Jetzt gehen wir wirklich ans Eingemachte. Überlege mal bitte, warum diejenigen, die Du genannt hast, Schuld an deiner aktuellen Situation sein könnten. Was genau machen sie, um dich in deine Situation zu „bringen“? Oder könnte es eventuell sein, dass sie gar nicht die Ursache deiner Probleme sind, sondern nur eine Folge bzw. ein Ergebnis?

Machen wir ein paar Beispiele, damit es vielleicht ein wenig klarer wird:

Angenommen, auf deinem Zettel steht, Du hast zu wenig Zeit. Wer könnte daran etwas ändern? Natürlich nur Du. Keine Zeit ist nämlich keine Tatsache, sondern eine Entscheidung. Und wenn Du den ganzen Tag nur von einem Termin zu anderen hetzt, dir noch eine und noch eine Aufgabe aufbürdest – wer zwingt dich dazu? Wenn Du ganz ehrlich bist, bist Du es selbst. Und Zeit ist ein ganz wichtiger Punkt, der jede Menge andere Punkte nach sich zieht. Wenn Du dir nämlich keine Zeit für deine Gesundheit und deine Seele nimmst, zwingt dich dein Körper irgendwann dazu, indem er dich in irgendeiner Form ausknockt. Aber etwas ändern – das kannst nur Du.

Oder vielleicht steht auf deinem Zettel „zu wenig Geld„. Wer trägt hier die Verantwortung? Nein, nicht dein Chef. Dein Chef hat von Anfang an klar kommuniziert, was er dir bezahlen wird. Unterschrieben hast Du. Es hat dich keiner gezwungen oder geprügelt. Und auch Du bist derjenige, der an der Situation etwas ändern kann. Du hast verschiedene Stellschrauben. Nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, weil Du mehr Geld brauchst, ist übrigens nicht die Lösung.

Vielleicht stehen auch Probleme mit deinem Partner auf deiner Liste. Auch hier gilt es, tief in die Analyse reinzugehen. Um was geht es wirklich? Was ist Ursache, was ist Wirkung? Was solltest Du dir ankreiden? Bist Du noch der liebenswerte Engel, in den er sich mal verliebt hat? Schenkst Du ihm/ihr noch die Aufmerksamkeit, die er/sie verdient hätte? Sag jetzt nicht gleich, das macht er auch nicht. Im Endeffekt wirst es immer wieder auf die Huhn-Ei-Problematik hinaus laufen.

Wir könnten die Liste jetzt für jeden der oben genannten Punkte fortsetzen. Du merkst sicher, auf was ich hinaus will.

Aber ich habe doch nun mal keine Wahl

Wenn Du deine Ergebnisse verändern willst, musst Du zuerst dich selbst verändern.Du denkst, Du hast keine Wahl? Ich sage dir: doch, hast Du. Außer, wenn Du im Koma liegst oder tot bist, hast Du immer eine Wahl. 

Das Problem ist nur: Du hast Angst. Und genau diese Angst lähmt dich. Und Du konzentrierst dich auf die Probleme, statt auf die Lösungen.

Die „Ich habe doch keine Wahl“-Falle ist in der Tat bequem. Du hälst an deinem Status Quo fest, versinkst hin und wieder in Selbstmitleid und die anderen bedauern dich. So schlecht isses es ja manchmal gar nicht. Und warum sollte es grad dir besser gehen? Na, erkennst Du dich?

Zuallererst musst Du eine Entscheidung treffen. Du musst für dich ganz allein entscheiden, ob Du an deiner Situation etwas ändern willst. Wenn Du das nicht willst, kannst Du deine Liste jetzt entsorgen, solltest dich aber auch niemals wieder über irgendeinen der Punkte, die darauf stehen, beschweren. Denn wenn Du nicht bereit bist, Veränderungen in Angriff zu nehmen, können die Probleme nicht so gravierend sein, dass es sich lohnt, sich darüber zu ärgern.

Wenn Du aber sagst – ja, ich hasse diese Punkte auf meiner Liste und ich bin bereit, meine Gedanken und mein Herz zu öffnen, dann bleibe hier, ich gebe Dir noch ein paar Tipps.

Verantwortung

Eine Wahl hast Du immer dann, wenn Du die Verantwortung übernimmst. Dein Leben heute ist nämlich nichts anderes als die Summe deiner Entscheidungen bis eben genau heute. Klar, Du kannst nicht immer bestimmen, was Dir passiert, aber Du kannst immer bestimmen, wie Du reagierst.

Selbst wenn Du unverschuldet in einen Unfall gerätst und danach im Krankenhaus liegst, hast Du eine Wahl. Du kannst dich deinem Elend hingeben und den ganzen Tag im Selbstmitleid versinken und immer wieder grübeln, warum gerade dir so etwas passiert und schimpfen, was der andere doch für ein Penner ist und ob der nicht besser hätte aufpassen können. Sicher hätte er das. Dann wäre der Unfall vielleicht nicht passiert.

Dass er aber passiert ist, ist einfach ein Fakt. Eine Tatsache in der Vergangenheit, die nicht mehr zu ändern ist. Ob Du dich aufregst oder ärgerst, ändert an der Tatsache nichts. Aber Du, du verschwendest deine Energie. Energie, die Du viel lieber auf die Zukunft richten solltest. Was kannst Du tun, um möglich schnell wieder auf die Beine zu kommen? Was tut dir gut? Wo liegen trotz Handycap deine Stärken? Wenn Du ein gebrochenes Bein hast, kannst Du vielleicht gerade nicht walzertanzend über den Krankenhausflur schweben. Aber Du kannst vielleicht endlich mal das Buch lesen, das Du dir schon so lange vorgenommen hast. Du siehst, selbst in so einer Situation hast Du eine Wahl.

Noch mehr Beispiele für deine Wahl

Zeit

Bleiben wir beim Beispiel Zeit. Auch hier hast Du eine Wahl. Zuerst kannst Du mal alle deine Zeitfresser auflisten. Du kannst deine Tage analysieren. Dann siehst Du schon, wo Du Potential hast. Vielleicht gibt es ein paar Dinge, die Du delegieren kannst. Oder Du kannst eine halbe Stunde eher aufstehen. Oder Wege anders planen, damit weniger Leerzeiten entstehen. Zeitmanagement an sich ist ja eine halbe Wissenschaft. Aber ich wette mit dir, wenn Du das „wollen“ zur Grundlage machst, findet sich ein Weg. Und bitte, tue mir den Gefallen und riskiere nicht deine Gesundheit, deine große Liebe oder die Kindheit deiner Kinder wegen der Zeit. Zeit kommt niemals wieder. Egal, in welchen Zwängen du steckst – es nutzt nichts, wenn Du der erfolgreichste Mann oder die erfolgreichste Frau auf dem Friedhof bist und vorher nicht eine Minute wirklich gelebt hast…

Geld

Schauen wir mal auf’s Geld. Auch hier hast Du eine Wahl. Analysiere zuerst, was es für dich heißt, Geldprobleme zu haben. Zu wenig Geld? Zu viel Geld? Jeden Monat kommst Du gerade so hin? Und dann ändere deine Fragen, die Du dir selbst stellst. Frage dich nicht „warum habe ich nicht mehr Geld?“ sondern „wie kann ich mehr Geld bekommen?“ Und dann machst Du dich ans Brainstorming. Schreibe dir alles auf, was dir einfällt. Diebstahl, Banküberfall und Drogenhandel kannst Du weg lassen. Und dann schau, was für dich umsetzbar wäre. Wenn Du nicht weiterkommst, dann schau mal hier…

Job

Nehmen wir noch das Beispiel Job. Wenn Du in deinem Job unglücklich bist – was hast Du bisher unternommen, das zu ändern? Hast Du analysiert, was genau das Problem ist? Welche Weiterbildungen hast Du besucht, die dir Aussicht auf einen neuen Posten geben? Hast Du dich für eine andere Stelle beworben? Hast du das Gespräch mit deinem Chef gesucht? Du siehst schon, allein, wenn Du die Fragen änderst, kommen dir ganz neue Möglichkeiten in den Sinn…

Gesundheit

Nehmen wir als letztes Beispiel das Thema Gesundheit. Auch hier hast Du eine Wahl. Du kannst dir eine zweite Meinung einholen. Oder dich mit Alternativen beschäftigen. Du kannst beginnen, nach den Ursachen zu forschen, statt dich nur auf die Symptome zu stürzen. Gerade für die ganzen heutigen Zivilisationskrankheiten gibt es jede Menge Möglichkeiten im natürlichen Bereich, die eine hervorragende Wirkung aufweisen. Und vor allem kannst Du dein Stresslevel runter fahren. Stress ist nämlich eine der Hauptursachen für die meisten heutigen Symptome wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Hautprobleme, Allergien usw. (hier kannst du gern weiter dazu lesen).

PerspektivwechselWir können den Wind nciht ändern. Aber wir können die Segel anders setzen.

Wenn Du für dich die Entscheidung getroffen hast, raus aus dem Jammertal zu kommen, deine Verantwortung anzuerkennen und deine „Probleme“ aktiv in die Hand zu nehmen, dann hast Du bereits den allerwichtigsten Schritt getan. Du kannst die Technik – Analyse – Frage ändern – positiv denken – Lösungen suchen – auf so ziemlich jede Herausforderung anwenden. Ich helfe dir gerne dabei. Konzentriere dich bewusst auf die Chancen und setze ruhig auch mal die Brille eines neutralen Dritten auf. Es kostet genauso viel Energie, positiv wie negativ zu denken. Du entscheidest.

Wenn Du also ehrlich zu dir bist, gibst Du zu, dass Du immer eine Wahl hast.

Du musst ja nicht gleich die ganze Welt einreißen und sofort alles über Bord werfen. Aber du kannst jeden Tag ein Stückchen an der Veränderung arbeiten. Nehmen wir nochmal die Zeit. Du musst doch nicht gleich eine Stunde früher aufstehen. Aber jeden 2. oder 3. Tag 5 Minuten sind doch drin – macht nach nicht einmal 2 Wochen ungefähr eine halbe Stunde…

Du musst auch nicht gleich dein Einkommen verdoppeln. Aber jede Woche 10 EUR einsparen oder dazu verdienen – sind auch 520 EUR im Jahr. Und damit ist schon wieder ein Urlaub drin…

Isses einfach?

Ja, es ist einfach. Ich habe mich z.B. früher immer geärgert, dass der Postbote oder Paketdienst meine Pakete nicht zu mir hoch gebracht hat. Ich war der festen Überzeugung, das ist sein Job und am Anfang stand die freie Berufswahl.  Heute denke ich mir, ok, läufste schnell runter, bewegst dich und verlierst unterwegs noch ein paar Kalorien… Das ist nur ein kleines Beispiel und vielleicht auch recht trivial, aber sein Denken zu ändern macht das Leben wesentlich leichter…

Mir geht es also in erster Linie darum, dass Du anerkennst, dass dein Leben nicht in Beton gegossen ist. Die Welt ist voller Möglichkeiten. Man muss nur mal die Angstbrille absetzen und mit offenem Herzen suchen. Und ja, positiv denken ist nicht nur irgendein Gelaber. Es ist eine Methode, seinen Fokus zu ändern. Denn das, worauf Du dich fokusierst, verstärkt sich. Probiere es aus, Du hast nichts zu verlieren.

Ganz viele Ideen, wie Du deinen Fokus ändern kannst, findest Du auch in meinem Instagram-Profil.

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