Retrospektive Verzerrung

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Eine retrospektive Verzerrung besteht, wenn man rückwirkend Ergebnisse oder Verläufe anders einschätzt getreu dem Motto “das hätte man doch kommen sehen können”. Meist ist die Sicht verzerrt, weil man heute Informationen hat, die man damals nicht hatte. Zudem kennt man schon das Ergebnis und beurteilt Informationen anders. Oft wird rückwirkend auch die Vorhersehbarkeit an sich falsch eingeschätzt. Häufig ist die retrospektive Verzerrung bei der Einschätzung von Kursverläufen vorzufinden. Informationen, die zum Eintreten des Ereignisses geführt haben, werden rückblickend oft stärker gewichtet als es damals vorhersehbar war. Dadurch das das Ergebnis heute bekannt ist, sind die Informationen, die dazu geführt haben, leichter zu beurteilen, weil sowohl Ergebnis als auch Information bekannt sind. Man spricht auch von “Rückschaufehler”.

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